Ein neuer Freundeskreis für alle Menschen in Südkirchen

dzKAB-Nachfolge

Heimlich, still und leise hat sich der „Freundeskreis Südkirchen“ gegründet. Nun wollen die Mitglieder jedoch umso lauter für die Dorfgemeinschaft eintreten - und einen Wunsch erfüllen.

Südkirchen

, 21.09.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Botschaft, die der neu gegründete Freundeskreis an alle Südkirchener sendet, ist eindeutig: „Wir sind jetzt da für euch!“ Und zwar für alle Menschen im Dorf, egal ob alteingesessen oder gerade zugezogen, egal ob jung oder alt: „Damit wollen wir einen Wunsch erfüllen, den viele in Südkirchen haben“, sagt der Vorsitzende des neuen Vereins, Rainer Lohmann.

Diesen Wunsch hätten er und seine Mitstreiter an vielen Stellen wahrgenommen: „In Kitas, in Schulen, von den Kaufleuten oder einfach auf der Straße“, so Lohmann. Womit auch klar wird, wie gut der neue Verein bereits vernetzt ist: „Unsere Mitglieder haben Kinder, die in Südkirchen Kita oder Schule besuchen, sie gehen in Südkirchen zur Arbeit oder sind bereits in anderen Vereinen aktiv.“

Martinszug und Weihnachtsbaum-Verkauf

Lohmann betont, dass der Freundeskreis Südkirchen keine Konkurrenz für Schützen, Sport oder andere Vereinen, die es bereits im Dorf gibt, sein möchte: „Wir wollen vielmehr eine Bereicherung sein, mit neuen Ideen und Veranstaltungen, die jedoch nicht mit anderen Interessen kollidieren.“

Wobei nicht nur neue Ideen gefragt sind - der Freundeskreis setzt auch auf Altbewährtes. „Der Martinszug zum Beispiel ist für das Dorf sehr wichtig, den wollen wir natürlich durchziehen, sofern es Corona erlaubt“, sagt Lohmanns Stellvertreterin Margret Zumholz. Auch der Weihnachtsbaum-Verkauf soll wieder stattfinden, dazu plant der Freundeskreis Familienfreizeiten und eine große Party als Kick-off-Veranstaltung - sobald es die Umstände wieder zulassen. „Gerne wären wir mit einem großen Knall gestartet, doch dann kam Corona“, bedauert Lohmann den Beginn des neuen Vereinslebens.

Einen Knall hatte es zuvor gegeben, allerdings anders als erwartet: Die Mitglieder des neuen Freundeskreises waren zuvor in der KAB St. Paulus in Südkirchen aktiv. Die KAB hatte bis dahin die Rolle übernommen, in die der Freundeskreis nun - nach der zum 31. Dezember beschlossenen Auflösung der KAB - hineinwachsen will.

Beiträge bleiben in Südkirchen

Wirklich über die Vergangenheit reden wollen Lohmann und seine Mitstreiter nicht. „Das ist vorbei, wir wollen lieber nach vorne blicken.“ Doch ob sie wollen oder nicht, die KAB ist Ausgangspunkt der Geschichte, die nach Angaben der Ex-Mitglieder mit einer saftigen Beitragserhöhung begann: „Von dem Geld ging ein Großteil an das Bistum Münster, im Dorf bliebt kaum etwas übrig.“ Das habe zu einer Austrittswelle geführt, die nun, nach zwei vergeblichen Versuchen, einen neuen Vorstand für die KAB zu finden, in der Auflösung zum Ende des Jahres münden wird.

Die kirchliche Ausrichtung der KAB habe zudem viele potenzielle Neumitglieder abgeschreckt. „Es ist nun mal so, dass die Menschen weniger mit der Kirche zu tun haben oder sich nicht dort engagieren wollen“, hat nicht nur Rainer Lohmann festgestellt. Der Freundeskreis habe diese Bindung nicht - in Kombination mit den geringeren Beiträgen will der neue Verein deutlich attraktiver für neue Mitglieder sein. Zum Vergleich: Die KAB-Beiträge bewegen sich je nach Art der Mitgliedschaft zwischen 60 und 120 Euro pro Jahr. Der Freundeskreis nimmt von Rentnern und Jugendlichen 18, von Einzelmitgliedern 24 und von Familien 36 Euro im Jahr. „Und das Geld bleibt zu 100 Prozent in Südkirchen“, verspricht der Vorsitzende.

Viele potenzielle neue Mitglieder haben sich bereits getroffen und vollen sich dem Freundeskreis Südkirchen anschließen.

Viele potenzielle neue Mitglieder haben sich bereits getroffen und vollen sich dem Freundeskreis Südkirchen anschließen. © FKS

Anfragen für den neuen Verein gibt es laut Lohmann genug. „60 bis 70 Menschen haben bereits signalisiert, bei uns mitmachen zu wollen.“ Der Freundeskreis peilt deshalb bereits die 100-Mitglieder-Marke an. „Wir wollen demnächst mit Flyern in die aktive Mitgliederwerbung einsteigen.“ Und sobald Corona - in welcher Form auch immer - überstanden ist, sollen dann auch zügig erste Veranstaltungen folgen. Getreu dem Motto: „Wir sind jetzt da für euch!“

  • Der Vorstand des neuen Vereins: Rainer Lohmann (Vorsitzender), Magret Zumholz (stellv. Vorsitzende), Ludger Bauhaus (Kassierer), Ralf Appel (stellv. Kassierer), Elka von Bormann (Schriftführerin), Klaus Höhne (stellv. Schriftführer).
  • Wer sich für die Arbeit des Freundeskreises Südkirchen interessiert, kann die Mitglieder entweder direkt ansprechen oder eine E-Mail an den Vorstand schreiben: freundeskreis.suedkirchen@gmx.de
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