Ein Freund des Hauses

Yves Ravey

Sie ist die einzige Verwandte, doch sie weigert sich ihren Cousin Freddy - als er nach 15 Jahren aus dem Gefängnis entlassen wird - bei sich aufzunehmen. Der Grund: Freddy hat ein Mädchen in dem Provinzstädtchen missbraucht und Madame Rebernak fürchtet nun um das Wohl ihrer Teenager-Tochter Clémence.

von Von Britta Helmbold

, 03.08.2014, 10:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Freund des Hauses

Als Ich-Erzähler berichtet Clémences Bruder von den Ereignissen in Yves Raveys nur 93 Seiten zählendem Roman "Ein Freund des Hauses". Der im Titel erwähnte Freund ist der Notar, mit dessen Sohn Paul Clémence befreundet ist. Die resolute Witwe versucht, ihren Cousin zu vertreiben. Doch er hat seine Strafe verbüßt, darf sich frei bewegen, auch vor dem Mädchengymnasium herumstehen. Das Töchterchen entzieht sich ebenfalls dem Zugriff der Mama. Komplett auf den Cousin fixiert, übersieht Madame die eigentliche Gefahr, die vom hilfsbereiten Notar ausgeht. Raffiniert spannend erzählt Ravey vom falschen Blick auf das Geschehen.

Yves Ravey: Ein Freund des Hauses, 93 S., Kunstmann, 14,95 Euro, ISBN 978-3-88897-969-9.

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