Eichenprozessionsspinner: Bären-Apotheke in Nordkirchen ist vorbereitet

Allergie-Medikamente

Der Eichenprozessionsspinner ist auf dem Vormarsch. 2019 gab es Engpässe bei den Medikamenten, doch in diesem Jahr ist das etwas anders. Die Bären-Apotheke in Nordkirchen ist vorbereitet.

Nordkirchen

von Nick Gehrmann

, 13.07.2020, 13:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Brennhaare der Eichenprozessionsspinner-Raupen können schwere allergische Reaktionen auslösen, wenn sie in Berührung mit der Haut kommen oder eingeatmet werden.

Die Brennhaare der Eichenprozessionsspinner-Raupen können schwere allergische Reaktionen auslösen, wenn sie in Berührung mit der Haut kommen oder eingeatmet werden. © dpa

Der Eichenprozessionsspinner hat auch dieses Jahr wieder den Weg nach Nordkirchen gefunden. Mit großem Aufwand werden die Nester der haarigen Raupen entfernt, sobald sie auftauchen, denn die Brennhaare können bei Berührung mit der Haut starke allergische Reaktionen auslösen.

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Die Bären-Apotheke sei gut vorbereitet, erklärt auf Anfrage Inhaberin Laura Höcke. „Letztes Jahr gab es das Problem dass viele anti-allergische Medikamente nicht lieferbar waren, aber dieses Jahr haben wir alles vorrätig“ so Höcke. Einen Ansturm auf die Medikamente hätte es dieses Jahr noch nicht gegeben. Das könne auch daran liegen dass die Kunden aus den Erfahrungen im vergangenen Jahr gelernt hätten und sich jetzt vorsehen, vermutet Höcke. Sie erklärt außerdem, dass es 2019 häufig der Fall gewesen sei, dass die Patienten gar nicht über den Eichenprozessionsspinner und die Auswirkungen der Härchen bescheid wussten, das sei dieses Jahr anders.

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Gegen die allergischen Reaktionen gibt es verschiedene Mittel: Cortison-haltige Cremes helfen gegen die Hautreizung und die Schwellung, einfachere Hausmittel wie Fenistil dämpfen den Juckreiz.

Die Härchen können allerdings auch Entzündungen der Atemwege - bis zur Atemnot - hervorrufen, wenn man sie unwissentlich einatmet. Daher sollte man, wenn Atembeschwerden nach einem Aufenthalt in der Natur auftreten, einen Arzt aufsuchen. Ein weiterer Rat der Apothekerin: schnellstmöglich duschen und die Kleidung wechseln.

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