Ehrlicher Schmuggler: 100 Kilogramm Amphetamin beschlagnahmt

Drogenfund

Eine Zollstreife ist im Grenzwald zu den Niederlanden auf einen sonderbaren Schmuggler gestoßen. Ihren Fund haben die Zöllner einer kuriosen Annahme des Drogenkuriers zu verdanken.

Krefeld/Brüggen

08.06.2020, 14:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Zollstreife konnte bei einer Fahrzeugkontrolle 100 Kilogramm Amphetamin sicherstellen. (Symbolbild)

Eine Zollstreife konnte bei einer Fahrzeugkontrolle 100 Kilogramm Amphetamin sicherstellen. (Symbolbild) © picture alliance / dpa

Ein ungewöhnlich ehrlicher mutmaßlicher Drogenschmuggler hat dem Zoll 100 Kilogramm Rauschgift quasi „auf dem Silbertablett“ serviert. Der 30-Jährige habe mit seinem Kleinwagen eine Zollstreife im Grenzwald zu den Niederlanden bei Brüggen passiert, berichtete ein Zollsprecher am Montag.

Der Aufforderung anzuhalten, sei der Fahrer sofort nachgekommen und habe sein Auto ordnungsgemäß auf einem Waldparkplatz abgestellt. „Der hat aber ordentlich eingeparkt, will der länger bleiben?“ sei der erste Gedanke der Zöllner gewesen.

Fahrer gibt Drogenschmuggel zu

Die Frage nach mitgeführten Drogen habe er dann nicht verneint, sondern nach kurzem Zögern zugegeben, Amphetamin aus Holland mitgebracht zu haben. Gleich 100 Kilogramm im Schwarzmarktwert von deutlich über einer Million Euro, tauglich für zwei Millionen Konsumeinheiten, fand der Zoll im Kleinwagen. Die Drogen seien nicht einmal versteckt gewesen: Koffer- und Innenraum waren vollgestopft.

Der mutmaßliche Drogenkurier habe offenbar voll darauf gesetzt, dass niemand seinen unscheinbaren Kleinwagen kontrollieren werde. Er sei bereits in Untersuchungshaft. Der registrierte Schmuggel mit Amphetamin habe in der Region seit 2018 um 63 Prozent zugenommen.

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dpa

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