Kein Striptease, kein Table-Dance: Dülmener Bürogebäude darf nicht zum Bordell werden

Verwaltungsgericht

Das Verwaltungsgericht in Münster hat eine von der Stadt Dülmen erteilte Baugenehmigung aufgehoben. Ein Bürogebäude darf nun nicht mehr in ein Bordell umgewandelt werden.

24.02.2020, 11:47 Uhr / Lesedauer: 1 min
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Nachbarn in den Wohngebiet hatten gegen die Genehmigung der Stadt geklagt. Sie befürchten durch das Bordell milieutypische Begleiterscheinungen wie etwa die Belästigungen durch alkoholisierte oder unzufriedene Kunden, organisierte Kriminalität und Straftaten. Das Verwaltungsgericht in Münster folgte dieser Argumentation und gab den Klagen statt: Die Baugenehmigung verstoße gegen nachbarschützende Vorschriften des Bauplanungsrechts.

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Wie die Dülmener Zeitung berichtet, nutzte der Stadt Dülmen als Genehmiger des Bauantrags auch nichts, dass sie der Betreiberin scharfe Auflagen gemacht hatte: Beschränkte Öffnungszeiten, keine Speisen und Getränke, kein Striptease, Table-Dance oder Filmvorführungen. Auch dass nur drei Damen gleichzeitig ihrem Gewerbe nachgehen durften, überzeugte das Verwaltungsgericht nicht: Durch die Baugenehmigung sei nicht sichergestellt, dass die typischen Begleiterscheinungen ausgeschlossen wären.

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