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Zeit für Chansons und Austropop

Fendrich im Konzerthaus

Vier Jahre hat sich Rainhard Fendrich Zeit gelassen für sein neues Album. Jetzt stellte der 56-jährige Liedermacher sein Programm „Meine Zeit“ im Konzerthaus vor.

DORTMUND

29.05.2011

Fendrich ließ sich dafür viel Zeit: Drei Stunden dauerte der Abend, bei dem die Lieder immer älter und die Stimmung im nur halb gefüllten Saal immer besser wurde.

Wiener Chansons, mit einem guten Schuss Zeitkritik hat Fendrich zu einem runden Album und ersten Programmteil zusammengestellt. Ein böses Wienerlied über die Bussi-Bussi-Gesellschaft gehörte dazu wie auch der „Erste Gedanke“ und „Wien bei Nacht“.  „Der Mensch ist wie er ist, er lernt ständig und vergisst“, hat der Wiener schon vor Jahren gereimt. Zu Tschernobyl passte das und heute zu Fukushima. Rainhard Fendrichs Zeit ist zeitlos und immer noch aktuell. Auch sein „Tango kurrupti“ und die zwischenmenschlichen Chansons wie das über Frieda, den einstigen Schulhofstar, bei dessen Auftauchen beim Klassentreffen die Jungs froh sind, dass sie die einst abblitzen ließ.  

Fendrichs charmant anmoderierten Lieder klangen mit vierköpfiger Band im Hintergrund manchmal wie akustisch gespielt, wie Musik aus einem kleinen Liedermacher Club. Besonders das „La mi amoi no d’sunn aufgeh segn“ von Freund Georg Danzer, von dem er seit dessen Tod 2007 in jedem Konzert ein Lied spielt, hatte diese besondere intime Atmosphäre, die Hallenkonzerte kaum bieten können.  Aufs Zuhören konzentrierte sich das Publikum im ersten Teil, später herrschte Partystimmung. Da sang Fendrich Hits wie „Es lebe der Sport“ oder „Macho Macho“. Es klang wie in den 80ern – Austropop, den zumindest Frauen im Stehen feierten.

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