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Vandalismus und Müll trüben Phoenix-See-Idylle

Sicherheitsdienst verstärkt

Zerschlagene Glasflaschen am Wegesrand und auf den Docks, umgeknickte Jungbäume, Müll im Wasser und Vandalismus – keine 14 Tage nach der Bauzaun-Demontage am Phoenix-See muss die See-Entwicklungsgesellschaft zurückrudern und wieder Zäune aufstellen.

HÖRDE

24.05.2011
Vandalismus und Müll trüben Phoenix-See-Idylle

Der Rest einer Chips-Tüte am Südufer des Phoenix-Sees in Hörde: Achtlos werfen Besucher ihren Müll ins Wasser. Gefahr geht von zerschlagenen Glasflaschen auf den Docks aus

Die grünen Algen und der weiße Schaum am Ufer sind nicht das Problem, das den Landschafts-Genuss am Phoenix-See eintrübt – nein, das Problem hat einen anderen Namen: Randale.  Weil eine radikale Minderheit von Besuchern die Natur missachtet und den See nicht als Wertanlage schätzt, sind zurzeit einige Docks nicht mehr zu betreten.

Selbst der inzwischen verstärkte Sicherheitsdienst, der auch nachts unterwegs ist, kann den Vandalismus nicht stoppen. Auf dem Landschaftsbauwerk, wo eine runde Eisenplatte mit dicken Großbuchstaben die Umgebung erklärt hat, waren Diebe aktiv: Sie haben die Lettern abgeschlagen – irgendwer ist nun im Besitz rostiger Großbuchstaben. See-Projektleiter Heinz Hüppe  berichtet noch von einem anderen Phänomen: „Autofahrer fahren über die Gehwege, Passanten klettern über die Absperrungen. Wir müssen jetzt nachregulieren.“ Nachregulieren – was als großzügig geplantes Freizeitareal geplant war, hat nun wieder Zäune erhalten. Die Dock-Anlage im Südosten ist als Sprunganlage in das dort nur 1,25 Meter tiefe Wasser genutzt worden. Jetzt verhindern Gitter den Zugang. Aus Sicherheitsgründen. Inzwischen kommt die Müllabfuhr an drei Tagen in der Woche. Um wildes Urinieren zu unterbinden, sollen Toilettenanlagen in die Landschaft.

Schaum und Algen begründet Ilias Abawi von der Emschergenossenschaft mit hohen Temperaturen und intensiver Lichteinstrahlung. „Das ist normal“, so Abawi. Was offenbar auch für den Vandalismus gilt.

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