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Tagesmütter fühlen sich schikaniert

DORTMUND Tagesmütter warten auf ihr Geld: Etwa zwei Monate betrage der Zahlungsrückstand gab das Jugendamt letzte Woche zu; mit mehr Personal wolle man dies schnell aufholen (RN berichteten).

von Von Britta Linnhoff

, 11.11.2007
Tagesmütter fühlen sich schikaniert

Claudia Vogt-Kernig hat eine Tagesmutter gefunden, der sie ihre 20 Monate alte Tochter Lara anvertrauen kann. Nun droht die bewährte Kraft mit Kündigung, weil sie seit August keinen Cent vom Jugendamt gesehen hat.

Es sei alles noch viel schlimmer, sagen jetzt 23 Tagesmütter in einem offenen Brief unter anderem an den Oberbürgermeister und an das Familienbüro: Fälle, in denen seit sechs Monaten das Geld ausstehe, seien keine Seltenheit.

Fakt sei auch, dass die beiden Sachbearbeiter im Jugendamt, die offizielle Ansprechpartner für die Tagesmütter in Finanzierungsfragen seien, nur selten zu sprechen seien. Es komme auch vor, dass die Mitarbeiter des Jugendamtes Tagespflegekräfte mit den Worten abfertigten „dann haben Sie halt Pech gehabt, ich bin jetzt in Urlaub“.

Die 23 Frauen, die den Offenen Brief unter anderem mit diesen Vorwürfen unterschrieben haben, sind überwiegend durch das Mütterzentrum qualifiziert worden. Sie betreuen zusammen über 60 Kinder. Sie beschweren sich über dauerhafte „mangelnde Kommunikation“.

So hätten sie selbst – entgegen der Auskunft des Jugendamtes – keine schriftliche Benachrichtigung über die Probleme in der Sachbearbeitung bekommen. Man habe teilweise sogar den Eindruck „dass gezielt gegen eine umfassende Informationen der Pflegepersonen hinsichtlich ihrer Rechte und Pflichten gearbeitet wird“.

Die Frauen fühlen sich nach eigenem Bekunden „schikaniert“. Sie fordern unter anderem eine Ansprechperson, die über gesetzliche Änderungen informiere und eine zentrale Anlaufstelle, die an fünf Tagen der Woche erreichbar sei.

  

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