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Sperrstunde verschoben

Testphase bis Herbst

Der Zapfenstreich sorgte in der Szene lange für Zündstoff – Vergangenheit. Denn seit acht Wochen gilt in Dortmund eine neue Sperrstunden-Regelung für Clubs und Diskotheken. Bis 6 Uhr morgens darf nun offiziell gefeiert werden. Zeit für eine erste Bilanz.

DORTMUND

von Von Daniel Müller

, 17.05.2011
Sperrstunde verschoben

Das Nightrooms an der Hansastraße. Auch hier kann bis 6 Uhr gefeiert werden

Nachdem die strenge Auslegung der alten Sperrstunden-Reglung (5 bis 7 Uhr) für heftige Diskussionen sorgte, herrscht nun ein anderes Klima. „Wir haben einen runden Tisch mit allen Beteiligten gemacht. Schnell wurde klar, dass wir mehr miteinander reden müssen, aber auch die Club-Betreiber untereinander“, erklärt Heike Tassilo vom Ordnungsamt. Die Nachtleben-Aktivisten gründeten daraufhin den Verein „Ausgehen in Dortmund“ und erzielten rasch einen ersten Erfolg. Die Sperrstunde wurde auf 6 bis 8 Uhr verschoben. „Mein Eindruck ist, dass es seitdem deutlich ruhiger geworden ist und es weniger Ärger gibt“, bilanziert Tassilo. Die Dortmunder Polizei wollte noch kein Resümee ziehen. „Dafür ist es noch zu früh. Wir wollen erstmal die Sommermonate abwarten“, gab sich Pressesprecher Kim Ben Freigang sehr wortkarg.

   Die Diskotheken-Betreiber zeigen sich mit der jetzigen Lösung zufrieden. Die Stunde mehr, „ist auch ein Wirtschaftsfaktor“, meint Hubertus Brand, Gründungsmitglied von „Ausgehen in Dortmund“. Die neue Sperrstunden-Reglung wird zunächst bis Herbst geduldet, kann aber jederzeit widerrufen werden. Danach soll entschieden werden, wie es weiter geht. „Wir orientieren uns da auch ein bisschen an der Stadt Oldenburg. Die hatten ein ähnliches Problem mit alkoholbedingten Straftaten im Bereich von Diskotheken und Bars. Auch dort hat man zunächst eine Testphase absolviert, bevor man die Sperrstunde festgezurrt hat“, sagt Tassilo. Es besteht also berechtige Hoffnung, dass der Partyspaß auch nach dem Herbst 2011 für eine Stunde in die Verlängerung...

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