Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Sozialticket für 15 Euro ab 1. Januar

DORTMUND Ab 1. Januar sollen Hartz IV-Empfänger mit einem Sozialticket Bus und Bahn nutzen können - für 15 Euro pro Monat.

von Von Oliver Volmerich

, 28.11.2007
Sozialticket für 15 Euro ab 1. Januar

Mit dem Sozialticket soll de Nutzung von Bus und Bahn für sozial Schwache günstiger bleiben.

Für SPD und Grüne gehört das Sozialticket zum Maßnahmen-Paket "Soziale Stadt", das mit dem städtischen Haushalts 2007 im Dezember verabschiedet werden soll. Mit Vertretern Stadtwerke hat man sich inzwischen auf Einzelheiten zur Einführung des Sozialtickets geeinigt.

Demnach soll das verbilligte Monatsticket über die Arge ausgegeben werden. "Der Preis von 15 Euro orientiert sich an der Summe von 14,03 Euro, die im Arbeitslosengeld II enthalten ist", erläutert Grünen-Fraktionssprecher Mario Krüger.  Anspruchsberechtigt soll jener Kreis der sozial Benachteiligten sein, die auch den Dortmund-Pass beziehen können. Das wären rund 83.000 Menschen.

    Wie viele letztendlich das Sozialticket nutzen, ist allerdings noch völlig unklar. Zieht man die Inhaber von Schokoticket und Schwerbehinderten-Ausweisen ab, bleiben rund 60.000 mögliche Nutzer, rechnet Krüger vor. Erfahrungen aus der Stadt Köln hätten aber gezeigt, dass nur etwa 10 Prozent der Berechtigten tatsächlich ein Sozialticket beziehen.

Kosten noch unklar

Entsprechend unklar sind auch die Zusatzkosten, die für das Sozialticket anfallen - und wer sie trägt. Mit Blick auf die Differenz zwischen dem Firmenticket als bislang günstigstem Abo-Angebot der Stadtwerke und dem Preis von 15 Euro für ein Sozialticket liegen die geschätzten Kosten zwischen 600.000 und 1,6 Mio. Euro im Jahr.

Bei den Stadtwerken geht man davon aus, dass die Kosten durch den städtischen Haushalt ausgeglichen werden. Was man in der Politik mit dem Hinweis kontert, dass das Sozialticket für die Stadtwerke neue Kundenkreise erschließe. Wer letztlich die Zeche zahlt, soll in weiteren Gesprächen spätestens Anfang nächsten Jahres geklärt werden, kündigt SPD-Fraktionschef Ernst Prüsse an.  

 

  

Lesen Sie jetzt