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Profs mit dem Beat im Blut

Davon konnten Studenten in den 68ern nur träumen - Professoren mit Beat im Blut, statt dem viel beschworenem "Muff unter den Talaren". Von Professoren, die als DJs am Plattenteller drehen.

23.11.2007

Profs mit dem Beat im Blut

<p>Rocken am 30. November die Clubs auf dem Thier-Gelände: Die Professoren Holger Wormer (v.l.), Günther Rötter und Uwe Clausen sowie sechs weitere Dortmunder Hochschullehrer. Menne</p>

Doch in 40 Jahren hat sich viel getan. Am 30. November geht?s auf dem Thier-Gelände rund. Neun Professoren von Technischer Universität (TU) und Fachhochschule (FH) legen in Sixx.PM, Mendoza, Liquid Lounge und Blauer Raum "ihre" Musik auf. Unter dem eher biederen Veranstaltungstitel "Professoren-Tanz" beschallen die Akademiker die Gäste mit ihren Lieblingssongs.

Zu ihnen zählt Prof. Dr. Günther Rötter, Dekan für Kunst&Sport und Musikwissenschaften. Der 53-Jährige, der nach eigenem Bekunden "in seiner Freizeit selten freiwillig Musik hört", weil er als Musikwissenschaftler "auch gerne die Stille genießt", will zur Prof-Party "Ursprünge der Technomusik" beisteuern. Eine Stunde steht er am Plattenpult, unterstützt von einem Profi-DJ, der ihm als "Tutor" zur Hand geht. "Ich habe in diesem Bereich überhaupt keine Erfahrungen", gesteht Rötter, den schon Lampenfieber überkommt.

Ähnlich ergeht es Uwe Clausen (42), Professor für Verkehrssysteme und Logistik an der FH. Er mag?s ein "bisschen rockiger" und wird u.a. die Dire Straits und AC/DC im Plattenkoffer haben, während sein Kollege Jörg U. Lensing, Professor für Tongestaltung, der außergewöhnlichen "Vorlesung" eine exotische Note zu verleihen gedenkt. "Ich lege außereuropäische Musik auf."

Tobias Klotz wird ganz Ohr sein. Der "Professoren-Tanz" - der unbeabsichtigt mit dem Hochschulball konkurriert - ist seine Idee. Und eine Premiere für die Universitätsstadt Dortmund. Die Idee, Hochschullehrer ans Plattenpult zu stellen, hat er aus Münster importiert. "Wir hoffen, eine solche Veranstaltung auch in Dortmund zu etablieren", sagt Organisator Klotz.

Die studierten DJs auf Zeit wollen mit ihrer Gage Gutes tun. Der "Professoren-Tanz" hat Benefiz-Charakter. Außerdem können die Akademiker Pluspunkte sammeln, wenn sie beim Musikauflegen auch noch gut aussehen. "Je kultiger, desto besser", meint Tobias Klotz. "Im Anschluss an die Veranstaltung gibt es eine Abstimmung im Internet, welcher Prof als DJ die beste Figur gemacht hat." Da kann auch ein Talar voll cool sein. Steffi Tenhaven

Freitag (30.11.), ab 21.30 Uhr, Thier-Gelände - Sixx.PM (zwei Floors), Liquid Lounge, Mendoza, Blauer Raum. Eintritt (nur Abendkasse) 5 Euro.

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