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Nicht allein auf letztem Weg

Eine Weisheit, die wir alle gerne verdrängen, bleibt nun mal: das Leben hat noch keiner überlebt.

07.11.2007

80 Prozent wünschen sich, eines Tages zu Hause zu sterben, aber nur 20 Prozent sterben wirklich daheim. Die weitaus meisten Menschen verlassen diese Welt im Krankenhaus. Seit Anfang des Jahres gibt es in Dortmund einen Anspruch auf ambulante Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen, und zwar rund um die Uhr. Hintergrund sind die Bestimmungen der letzten Gesundheitsreform, auf die eine Vereinbarung mit den Krankenkassen folgte. Aber erst seit April stehen die entsprechend ausgebildeten Pflegekräfte zur Verfügung, in der Diakoniestation Mitte-Ost. Sie ist Partner im neuen "Palliativnetzwerk". Gemeinsam mit den Evangelischen Hospizdiensten und mit Ärzten versorgen die - zurzeit vier - palliativ weitergebildeten Pflegekräfte der Diakoniestation schwerstkranke und sterbende Menschen in ihrem häuslichen Umfeld.

"Bis Ende September waren es 38 Menschen, denen wir ein symptom- und beschwerdefreies Sterben ermöglicht haben. Und wir führten 40 Beratungen. Die Tendenz ist stark steigend", sagt Monika Pittack von der Diakoniestation. Am häufigsten begleiten sie Krebskranke oder Patienten mit schweren neurologischen Erkrankungen. Das Netzwerk versteht sich als Ergänzung zum Hospiz Am Ostpark in Dortmund, einer stationären Einrichtung des Stiftungsbereichs Bethel Vor Ort. Hier können zehn schwerstkranke Menschen begleitet werden.

Die Vereinbarung mit den Krankenkassen über die flächendeckende Versorgung in Dortmund erweist sich auch für palliativ qualifizierte Ärzte, wie Internistin Dr. Susanne Peters, als großer Fortschritt. Dr. Peters: "Endlich gibt es Richtlinien, auch zu den Verordnungen. Das gibt dem Arzt Sicherheit." bö

Die ambulante Versorgung Schwerkranker ist Thema des nächsten Offenen Hospiztreffs. Zu ihm laden die Ev. Hospizdienste in Dortmund und Lünen am Mittwoch (14. 11.) ab 18 Uhr in das Gemeindezentrum, Melanchthonstraße 2, ein.

Weitere Informationen unter folgenden Telefonnummern:

Tel. 84 94 266,

Tel. 84 94 610,

Tel. 43 56 88

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