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Mädchen "löcherten" Politiker

15.11.2007

Mädchen "löcherten" Politiker

<p>Nicole, Anna und Nicole (v.l.) informierten Isabella Knappmann, Bruno Wisbar und Erwin Bartsch unter anderem über die Spielmöglichkeiten in Westerfilde. privat</p>

Westerfilde "Das sollte es häufiger geben", meinte Nicole nach einem Gespräch mit Mengeder Politikern. Im Rahmen des Projektes "Meine Rechte - Deine Rechte - Kinderrechte" hatten die Vierzehnjährige und weitere Teens Mitglieder der Bezirksvertretung in die städtische Jugendfreizeitstätte Westerfilde eingeladen. Bezirksvorsteher Bruno Wisbar (SPD), sein Stellvertreter Erwin Bartsch (CDU) und Isabella Knappmann (B 90/Die Grünen) stellten sich bei Kaffee, Kuchen und Limo den Fragen der Mädchen.

Neben Allgemeinem ("Wie sind Sie zur Politik gekommen?") waren es in erster Linie Probleme aus dem direkten Umfeld, die Anna (13) und ihre Freundinnen brennend interessierten: Spielplätze ohne Spielgeräte, fehlende Straßenbeleuchtung oder eklige und defekte Schultoiletten. Mit viel Interesse nahmen sich die Politiker dieser Anliegen an. "Die Mieter sollten sich zusammensetzen, und einen gemeinschaftlichen Brief an den Vermieter schicken", schlug Bruno Wisbar beispielsweise vor, als es um den ramponierten und vernachlässigten privaten Spielplatz in einer Wohnsiedlung ging. "Als Bezirksvertretung können wir nur an den Vermieter appellieren, die Situa-tion zu beheben", erklärte Erwin Bartsch.

Isabella Knappmann berichtete zum Thema "Schultoiletten" von einem erfolgreichen Versuch in Hamm: "Dort sind sehr gute Erfahrungen mit Toilettenfrauen gemacht worden, die die Toiletten beaufsichtigen."

Auch wenn nicht alle Fragen zur Zufriedenheit der Teens beantwortet wurden, waren sich Politiker und Jugendliche darüber einig, dass ähnliche Treffen regelmäßig stattfinden sollten.

Bezirksvorsteher Bruno Wisbar versprach, die Jugendfreizeitstätte in Westerfilde einmal monatlich zu besuchen. Und Nicole hatte gleich ein richtiges Konzept entwickelt: "Es wäre schön, wenn wir uns alle zwei Monate treffen könnten - einmal bei uns und einmal bei den Politikern."

So lange muss sich die Vierzehnjährige gar nicht mehr gedulden: Die jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer von "Meine Rechte - Deine Rechte - Kinderrechte" werden schon am 5. Dezember die Bezirksvertretung besuchen, um den Politikern die bisherigen Ergebnisse ihres Projektes vorzustellen.

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