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Kleine feine Medaille

Huckarde Zuerst war nur ein funkelnder Punkt in einer dunklen Schatulle für die Zuschauer zu erkennen.

28.11.2007

Kleine feine Medaille

<p>Pastor Alfons Lingemann übergab die Medaille an Chorleiterin Beate Hohmann (M.) und die erste Vorsitzende des Chores Irmgard Schenk (r.) Schütze</p>

"Ich hätte mir die Medaille etwas größer vorgestellt", meinte Pastor Alfons Lingemann augenzwinkernd, der die Auszeichnung dann stolz präsentierte und dem Kirchenchor St. Urbanus übergab.

Der feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Und 100 Jahre muss ein Chor auch geschafft haben und dazu noch einige Referenzen vorweisen, um die Palestrina-Medaille des Allgemeinen Cäcilien-Verbandes überhaupt zu bekommen.

"Für diese Anerkennung für Verdienste um die Kirchenmusik mussten wir die Arbeit der letzten fünf Jahre nachweisen", erklärte Chorleiterin Beate Hohmann, "klassisches und modernes Liedgut, und die liturgische Arbeit, also Integration der Gemeinde, und auch einige Kritiken beilegen."

Und solch einen beispielhaften Ausschnitt aus dem Chorrepertoire gab es nach der Verleihung noch mal für die Gemeinde.

Für das Programm mit Stücken aus dem 18. bis 20. Jahrhundert hatte sich der Chor drei Streicher, zwei Violinen und ein Violoncello, zur Unterstützung geholt. So gab es neben der schönen Begleitung des Chors auch Instrumentalmusik, die den disziplinierten Konzertbesuchern spürbar die Finger kribbeln ließ, so dass mancher schon zum Applaudieren ausholte und doch standhaft blieb um die Konzentration und den Ablauf nicht zu unterbrechen. Schön schwermütig und ergreifend war die Kombination von Violine und Orgel bei Bendas "Grave e-moll".

Eine leichte und verspielte kulinarische Kost dagegen war Bachs "Concerto G-Dur" für zweierlei Orgeln, nämlich Haupt- und Chororgel. Viele Stücke des Chores hatten eine feierlich-geheimnisvolle Stimmung, die die lateinischen Lieder verbreiteten, vor allem die gregorianischen Gesänge der Männer-Schola.

Die Chorleiterin Beate Hohmann freute sich auf ihre Favoriten: "Das 'Te Deum' klingt sehr imposant, teilweise massiv, aber auch leise und harmonisch." Als "etwas fürs Herz" schwärmte sie, nicht unbegründet, vom wirklich romantischen Stück "Cantique de Jean Racine". Aber das "Riskanteste mit schwierigen Einsätzen" hob sich der Chor für den Schluss auf: "Denn die Herrlichkeit Gottes des Herrn" - es gelang und wurde vom Publikum mit stehenden Ovationen gewürdigt. KvC

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