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Kirche kritisiert Kraftwerke

27.11.2007

Kirche kritisiert Kraftwerke

Superintendent Jürgen Lembke teilt die Meinung Hengstenbergs nicht.

Der aktuelle Sozialbericht war ein Schwerpunkt der jüngsten Verbandssitzung der Vereinigten Kirchenkreise VKK. "Erschütternd" findet ihn Superintendent Jürgen Lembke (57, Foto). "Es gibt Lücken von Gerechtigkeit - viele Menschen sind von der Teilnahme an der Gesellschaft ausgenommen. Dagegen muss die Kirche etwas tun", sagt der VKK-Chef.

Deshalb wollen sich die VKK "gezielt und konstruktiv" am Aktionsplan von OB Langemeyer beteiligen. Dazu würden sich im Frühjahr Vertreter von Kirchengemeinden, Kindergärten und sozialen Einrichtungen treffen, um Projekte gegen die Armut zu entwickeln. Als "unverständlich und falsch" bezeichnete Lembke die geplante Schließung des Arbeitslosenzentrums: "Wir haben dagegen Unterschriften gesammelt und einen Protestbrief an Minister Laumann geschickt."

Kritisch äußerte sich der Superintendent auch zu geplanten Kohlekraftwerken: "Dort wird an der Zerstörung der Umwelt gearbeitet, der CO2 Ausstoß ist immens. Allein im Umkreis von 30 Kilometern um Lünen sind sechs neue Anlagen geplant, die über bis zu 180 Meter hohe Kühltürme haben." Die Evangelische Kirche organisiert für den 8. Dezember eine Busfahrt zu einer Demonstration und einer Menschenkette in Neurath bei Düsseldorf.

Die vier Kirchenkreise sollen im Jahr 2012 fusionieren - ein Plan, der bei der Verbandsvertretung heftige Diskussionen auslöste. "Da sind viele Emotionen im Spiel, rational ist das nicht immer nachzuvollziehen", meinte Lembke. Die Kreissynoden sollen im nächsten Jahr Grundsatzbeschlüsse treffen. VKK-Verwaltungschef Kurt Dress machte deutlich, dass bei einer Fusion natürlich die VKK aufgelöst würden.

Zudem konnte der Finanzchef für 2008 einen ausgeglichenen Haushalt ankündigen - der harte Sparkurs zeigt offenbar erste Früchte. Weil die Kirchensteuereinnahmen mit 24,8 Mio Euro höher als erwartet ausfielen, könnten sogar 1,2 Mio. Euro auf die "hohe Kante" gelegt werden. Obwohl die Einnahmen langfristig weiter sinken, bleibe der Haushalt bis 2011 auf gleichem Niveau. "Das bedeutet für uns Planungssicherheit", sagte der Verwaltungsdirektor. weg

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