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Kampf gegen Infarkt und Schlaganfall

DORTMUND "Zweifel tötet" - die Warnung des Veranstaltungsmottos ist eindringlich: Aber solange man gesund ist, schiebt man alle Gedanken an Krankheit und Tod möglichst beiseite. 50 Akteure wollen das in einer Woche verändern.

von Von Britta Linnhoff

, 07.11.2007

 Die  Veranstalter der Herz- und Schlaganfallwoche gehen mit einer Fülle von Veranstaltungen an gegen das Verdrängen, von Samstag (10.11.) bis Samstag (17.11.). Dabei sollen die Informationen nicht nur bei Verdacht auf Schlaganfall und Herzinfarkt schnelle Hilfe sichern, sondern auch das „Leben danach“ gestalten helfen: „Wie besiegt man die Angst, das „das“ wieder passiert, wie viel kann man sich zutrauen, was ist mit Sport? Fragen über Fragen. „Die Akutbehandlung ist sehr gut, aber dann kommt das Loch“, so beschreibt Dr. Annette Düsterhaus (Foto), Leiterin des städtischen Gesundheitsamtes die Situation. Deshalb geht es in einem wesentlichen Teil des Veranstaltungsprogramms genau darum: Ängste beherrschen können oder in einer Herzsportgruppe lernen, den Körper wieder zu belasten und zwar nur soviel, wie er vertragen kann. Das schafft Sicherheit, auch für andere Lebenssituationen.

Wer nicht mehr die Augen verschließen möchte, sondern sich aktiv über Risikofaktoren informieren möchte, der hat alle Chancen: In der Dasa steht der "Herzinfarktverdachtsstuhl“, der weiß alles über Gefahrenquellen wie Rauchen, Bluthochdruck, Übergewicht, Diabetes und Stress sowie über die ersten Warnsignalen wie Seh-, Sprach- und Hörstörungen, Schwindel und vorübergehende Lähmungen.Zum kostenlosen Angebot gehören neben einer Großveranstaltung in der Dasa (Sonntag 11.11., 11 Uhr), bei der sogar die „Maus“ kommt und für Unterhaltung sorgt, zahlreiche Arztvorträge, Seminare, Telefonaktionen, Beratungen durch Selbsthilfegruppen und spezielle Sportgruppen (eine für Schlaganfallpatienten wird gerade gegründet) sowie Blutdruck-, Cholesterin- und Blutzucker-Messungen. 

Koordiniert hat die Dortmunder Herzinfarkt- und Schlaganfallwoche das Gesundheitsamt. Kooperationspartner sind die Deutsche Herzstiftung, die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe und die Schlaganfallhilfe Dortmund. Das kostenlose Veranstaltungsprogramm gibt es im Gesundheitsamt, in Apotheken, Krankenhäusern, Bezirksverwaltungsstellen, städtischen Begegnungszentren, der Volkshochschule und im Internet unter www.dortmund.de/gesundheitsamt

Fast jeder zweite Deutsche starb 2003 an den Folgen einer Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems. Nach den chronischen Herzerkrankungen ist der Herzinfarkt die zweithäufigstes Todesursache. In Deutschland erleiden jedes Jahr rund 300 000 Menschen einen Herzinfarkt; über 170 000 sterben an den Folgen.

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