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Jazz im Stadion lockt über 2000 Besucher

DORTMUND Der erste "Jazz im Stadion" stand. Nach nur drei Monaten Vorbereitungszeit war alles bestens vorbereitet, und Samstagabend strömten über 2000 Besucher ins Stadion, um hier einen ganz besonderen Jazz-Genuss zu erleben.

von Von Karsten Mark

, 18.11.2007
Jazz im Stadion lockt über 2000 Besucher

Jazz im Stadion lockte über 2000 Besucher in den Signal Iduna Park.

Der Auftakt galt als gelungen, das zweite Festival soll im nächsten Jahr folgen - ein Gewinn für Dortmund. Der Anspruch, den sich die Organisatoren gesetzt hatten, war nichts Geringeres, als die Eier legende Wollmilchsau hervorzubringen: Jazz für Besucher von 18 bis 99 und vor allem auch für solche, die mit Jazz eigentlich nichts im Sinn haben.

Bis zum letzten Moment hielt die Arbeit Programm-Chef Uwe Meyer in Atem: Am Samstag ging das erste „Jazz im Stadion“-Festival im VIP-Bereich des Signal-Iduna-Parks über die Bühnen. Gleich fünf davon boten den Besuchern insgesamt acht Stunden lückenloses Programm vom frühen Abend bis tief in die Nacht.

Größter Anziehungspunkt war der Dancefloor-Bereich

Wenn gleich es an den 18- und 99-Jährigen eher mangelte, konnte Stadion-Geschäftsführer Christian Hockenjos mit der Altersstruktur des Publikums durchaus zufrieden sein. „Es sind mehr als 2000 gekommen. Wir möchten das Festival im nächsten Jahr wiederholen.“ Selten hat die Verbindung von bekannten internationalen Bands und heimischen Formationen so gut funktioniert wie im Stadion. Strategisch günstig lag die Session-Bühne, auf der junge Musiker der Glen-Buschmann-Jazzakademie einen wesentlichen Teil des Abends bestritten, im Eingangsbereich, wo sich viele Zuhörer vom erstaunlichen Niveau der Big Band und kleinerer Nachwuchsformationen wie der Florian Menzel-Band einfangen ließen.

Schwerpunkt auf populärem Jazz

Wenngleich der Programm-Schwerpunkt auf populärem und eingängigem Jazz und Grenz-Jazz lag, hatten auch experimentelle Nischen ihren Platz. Vor allem auf der „elektrischen“ Bühne waren die innovativen Experimentatoren zu finden: Jean Paul Bourelly etwa, der in puristischer Triobesetzung mit Bass, Schlagzeug, E-Gitarre und Gesang ein Musterbeispiel für schwarzen Groove-Jazz lieferte oder die Ex-Living-Colour-Musiker Vernon Reid und Doug Wimbish, die einen Stilmix präsentierten, der in überhaupt keine Schublade mehr passt. Als größter Anziehungspunkt erwies sich allerdings der „Dancefloor“-Bereich, in dem die Formation „De Phazz“ mit Sängerin Pat Appleton zum Party-Höhepunkt des Abends einen Großteil des Publikums konzentrierte, während am anderen Ende der VIP-Logen das Jörg Hegemann Boogie Trio einige Dezibel leiser swingte.

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