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Großkreutz und Co. besuchten LWL-Förderschüler

Sportstunde

Ohne Berührungsängste, aber mit der Meisterschale im Gepäck: Zu einem ganz besonderen Besuch kamen die Fußball-Profis von Borussia Dortmund in die LWL-Förderschule nach Aplerbeck. Und wurden begeistert empfangen.

APLERBECK

18.05.2011
Großkreutz und Co. besuchten LWL-Förderschüler

Volle Begeisterung bei den Förderschülern: Mit Antonio da Silva dürfen sie die echte Meisterschale berühren.

Diesen Moment wird Mechthild Miketta wohl ihr Leben nicht mehr vergessen. Unter tosenen Applaus ihrer Schüler durfte die Schulleiterin die Meisterschale des Deutschen Fußballbunds in das Schulgebäude tragen. Und hinter der stolzen Pädagogin folgte in gebührenden Abstand der Deutsche Fußballmeister 2011, Borussia Dortmund. Die Jungs von Trainer Jürgen Klopp hatten ihren stressigen Terminkalender unterbrochen, um der LWL-Förderschule für körperliche und motorische Entwicklung einen Besuch abzustatten. Schon zum fünften Mal ist die Profi-Truppe des BVB am Marsbruch zu Gast, doch in diesem Jahr war es etwas ganz Besonderes. „Wir hatten eigentlich nicht mit dem Besuch gerechnet“, so Mechthild Miketta. „Die haben doch so viele Termine nach der Meisterschaft, da hätten wir volles Verständnis gehabt.“ Als in der letzten Woche der Anruf kam, dass die Borussen natürlich pünktlich am Mittwoch erscheinen werden, „gab es in der Schule kein Halten mehr“, sagte die Schulleiterin.

Viele Schüler und auch einige Betreuer hatten feuchte Augen, als die komplette Mannschaft ( bis auf Lucas Barrios, der schon in seiner Heimat ist) die Eingangshalle betrat. Der Schulchor sang „Am Borsigplatz geboren“, die Spieler dankten es mit Beifall – und einen breiten Lächeln. Das wurde noch breiter, als die Schwarzgelben die Sporthalle betraten, die geschmückt war, wie die Südtribüne im Signal Iduna Park. „Es gibt sicherlich Pflichttermine“, so Trainer Jürgen Klopp. „Dies ist bestimmt keiner. Hier kann man eher auftanken, wenn man sieht, wie viel Spaß die Kinder haben." Sprach’s und stürzte sich in die Menge. Berührungsängste? Fehlanzeige. Die teils schwerstbehinderten Kinder erlebten glückliche Momente. Die Spieler hingegen mussten ran. Sie stellten sich den Sportskanonen der Schule im Wettkampf.

Bei Rollstuhlstaffeln oder beim Rolli-Basketball. Hummels, Kagawa, Götze und Co. hatten sichtlich Spaß und hauten sich voll rein. Nebenher schrieben sie sich die Finger wund, erfüllten alle Fotowünsche und flaxten mit den Kindern der Förderschule um die Wette. Auch Nuri Sahin genoss seinen vorerst letzten öffentlichen Termin in Dortmund, bevor es den Mittelfeldspieler nach Madrid verschlägt. „Es ist etwas Besonderes hier zu sein. Aber es macht richtig Spaß.“ Dann ging‘s ab in einen Rollstuhl und zum Rolli-Basketball. Freundlich, offen unkompliziert – so trat der Deutsche Meister auf. Bessere Botschafter kann sich ein Verein gar nicht wünschen. „Sie haben den Kindern ein großes Geschenk bereitet“, so Mechthild Miketta gerührt. Ein Geschenk bekam schließlich auch Dede, der die Schule des Öfteren besuchte. Das Schul-T-Shirt, das er überreicht bekam, wird er sicher in Ehren halten. „Ich werde euch immer in Erinnerung behalten“, so der Brasilianer mit dem großen Herzen zum Abschied.

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