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Gemeinschaftsschule bleibt Zankapfel

Heute Schulausschuss

Nicht allzu viel Gemeinsamkeiten verbindet die Fraktionen beim Thema Gemeinschaftsschule. Im Vorfeld der Tagung des Schulausschusses am Mittwoch schlagen die Wellen zu dem geplanten Schulprojekt noch einmal hoch.

DORTMUND

von Von Susanne Riese

, 11.05.2011
Gemeinschaftsschule bleibt Zankapfel

Diese Gruppe bereitet die Gemeinschaftsschule in Dortmund vor.

Zuvor hatte sich am 3. Mai eine von OB Ullrich Sierau eingesetzte Planungsgruppe konstituiert. Die Kommission aus Vertretern der beteiligten Schulen, der Schulverwaltung, des Instituts für Schulentwicklungsforschung der TU Dortmund, der Stadteltern sowie zwei externen Beratern soll ein pädagogisches Konzept für die geplante Teilnahme des Schulzentrums Westerfilde an dem Modellversuch entwickeln. Am 6. Mai traf sich die Gruppe zum Auftaktworkshop in Westerfilde.

Die Stadteltern beklagen derweil eine mangelnde Beteiligung der Lehrer und Eltern an dem Projekt, das der Rat der Stadt am 31. März 2011 beschlossen hat. Die Verwaltung dagegen bezeichnet den Ruf nach näheren Information darüber, wie sich die Gemeinschaftsschule von anderen Schulformen unterscheiden wird, als verfrüht, da das Konzept noch nicht ausgearbeitet sei.Die CDU-Fraktion klagt jetzt zum Schulausschuss die Voten aus den Schulkonferenzen ein. Denn neben dem pädagogischen Konzept muss für die Teilnahme an dem Schulversuch durch eine Elternbefragung das ausreichende Interesse (mind. 69 Anmeldungen) nachgewiesen werden, die Zustimmung der Schulkonferenzen der beteiligten Schulen gilt als "wünschenswert".

Die CDU sieht in dem Vorgehen einen „Alleingang des Oberbürgermeisters“. Auch die Fraktion FDP/Bürgerliste fürchtet, dass „das Modellprojekt auch ohne große Rückendeckung von Lehrern, Schülern und Eltern durchgedrückt werden soll“. Bündnis 90/Die Grünen bemängeln ebenfalls eine schlechte Informationspolitik, warnen aber davor, die Gemeinschaftsschule „schon schlecht zu reden, bevor die Planungen richtig begonnen haben“. Die Stadt teilte zu den Vorwürfen mit, eine umfassende Information über das pädagogische Konzept und eine Befragung der betroffenen Eltern der Grundschüler der 3. und 4. Klassen des Schuljahres 2011/12 solle nach den Sommerferien stattfinden. „Schnellschüsse sind hier nicht angebracht.“

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