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Für einen glatten Start ins Leben

20.11.2007

Auf der Säuglingsstation: Eine Mutter wickelt ihr Neugeborenes und schaut dabei mehr weg als hin. Untrügliches Zeichen für die Kinderkrankenschwester, hier einmal nachzuhaken.

Gestern lernten Schwestern, Hebammen und Ärzte auf weitere Anzeichen zu achten. Lernten, hellhörig zu werden, wenn - vor allem junge - Mütter andeuteten, sie bräuchten Hilfe. "Starthilfe" heißt denn auch das neue Präventionsprojekt von Klinikum, Gesundheits- und Jugendamt, das sich an alle frisch gebackenen Eltern richtet, die aufgrund von gesundheitlichen und/oder sozialen bzw. wirtschaftlichen Problemen besondere Unterstützung benötigen.

Manfred Fiedler, Arbeitsdirektor am Klinikum, betont: "Es ist ein Angebot, die Hemmschwelle zu senken Hilfe anzunehmen." Dr. Henning Strehl, Leiter des Sozialpädiatrischen Zentrums, ergänzt: "Wir arbeiten in einem ganz sensiblen Bereich. Wir wollen Eltern keine Kompetenz absprechen, und es geht auch nicht darum, Risikogruppen neu zu definieren."

Die Kinderkrankenschwestern verfügen über eine Zusatzausbildung im sozial-medizinischen Bereich. Sie besuchen auch Familien, bahnen Kontakte an, z. B. zum niedergelassenen Arzt, werben für Impfungen und halten ein Auge auf die Lebensumstände, um notfalls das Jugendamt mit ins Boot zu ziehen. Hier soll niemand ausspioniert, sondern notfalls schnell unter die Arme gegriffen werden, wenn den Eltern alles zu viel wird. Deshalb sieht Jugendamtsleiter Ulrich Bösebeck die "Starthilfe" als Ergänzung zum Willkommensbesuch bei Familien mit Neugeborenen, wie ihn das Dortmunder Familienprojekt anbietet. Nach der Pilotphase am Klinikum sollen auch die anderen Geburtskliniken in der Stadt mit ins Boot geholt werden. bö

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