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Frauen bei Arbeitszeiten sehr flexibel

Umfrage

Arbeiten von 8 bis 12 Uhr, wenn die Sprösslinge im Kindergarten oder in der Schule sind? Dieser Arbeitszeitwunsch gehört der Vergangenheit an. Frauen von heute sind wesentlich flexibler.

DORTMUND

12.05.2011
Frauen bei Arbeitszeiten sehr flexibel

Brummi-Fahren ist durchaus auch etwas für Frauen.

Unternehmen, die auf die Arbeitszeitwünsche der Frauen eingehen, brauchen nicht auf Flexibilität verzichten – es kommt nur auf die richtigen Arbeitszeitmodelle an.

Das sind die zentralen Ergebnisse einer Befragung von rund 5000 arbeitslosen und arbeitsuchenden Frauen, die von der Agentur für Arbeit Dortmund in den letzten Wochen einen Fragebogen erhalten haben. Die Befragung wurde von der Soziale Innovation GmbH aus Dortmund im Rahmen des Projekts „Work-Life-Balance in der Logistik“ durchgeführt.

Danach möchten 43,5 % der Befragten gerne in Vollzeit arbeiten. Die Mehrzahl präferiert jedoch eine Teilzeitbeschäftigung (56,6 %) mit durchaus unterschiedlichen Stundenvolumina: Zwei von fünf möchten zwischen 16 und 20 Stunden pro Woche arbeiten, mehr als ein Viertel zwischen 21 und 25 Stunden. "

„Fragt man die Frauen nach ihrer bevorzugten Arbeitszeit, würden sie eindeutig eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wählen“, betont Stefan Kulozik (Foto), Chef der Agentur für Arbeit Dortmund.„Für die Unternehmen in unserer Region ist es ein wichtiges Signal, dass die Frauen hinsichtlich der Lage der Arbeitszeit und ihrer Verteilung auf die Wochentage vielfältig einsetzbar sind. Arbeitgeber können dies bei der Suche ihrer Fachkräfte berücksichtigen und auf diese Weise Lücken im Unternehmen schließen“, so Kulozik.

Unternehmen der Logistikwirtschaft dürfte dies besonders interessieren. Sie suchen neue Mitarbeiter. Über drei Viertel der Befragten können sich eine Beschäftigung in der Branche vorstellen, angefangen im kaufmännischen Bereich bis hin zur Warenverteilung. 41,9 % sind darüber hinaus zu Schichtdienst bereit und zwar insbesondere dann, wenn die Schichtzeiten und -folgen besser als bisher mit familiären Verpflichtungen vereinbar sind.

Dr. Cordula Sczesny, Geschäftsführerin der Soziale Innovation GmbH, zieht daraus den Schluss: „Wenn es Unternehmen in der Logistikwirtschaft gelingt, die notwendige Schichtarbeit familienfreundlicher zu gestalten, dann werden sie keine Probleme bei der Mitarbeitergewinnung und -bindung haben.“

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