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Fehler mit lebenslangen Folgen

18.11.2007

Fehler mit lebenslangen Folgen

<p>Wirbt für Betreuung aus einer Hand im Gesundheitszentrum für Kinder und Jugendliche: Dr. Andreas Sprinz Grindau</p>

"Durch medizinischen Fortschritt hat sich die Art der Behandlungsfehler geändert. Weniger geworden sind sie nicht." Diese Bilanz zieht Marlis Meierling nach 22 Jahren Arbeit als Leiterin der Geschäftsstelle des Arbeitskreises Kunstfehler in der Geburtshilfe (AKG). Am Samstag hatte die Organisation von Eltern für Eltern behinderter Kinder zur Jubiläumsveranstaltung eingeladen und blickte auf 25 Jahre Selbsthilfe an der Nahtstelle von Patientenschutz und Behindertenarbeit zurück.

"Um Streitigkeiten über Kunstfehler zwischen Ärzten und Patienten abzufedern, wurde 1975 bei der bayerischen Landesärztekammer eine Schlichtungsstelle für Haftungsfälle eingerichtet", erinnerte Prof. Dr. Dietrich Berg, Chefarzt der Frauenklinik am Klinikum Amberg a.D., an die Ursprünge des Vereins mit mehr als 1000 Mitgliedern.

Inzwischen werden mehr Streitfälle vor der Gutachterstelle verhandelt, als vor Gericht. Mit 2588 Streitfällen vor der Gutachterstelle und 1932 vor Gericht wurden 2004 in Nordrhein-Westfalen bundesweit die meisten Kunstfehler verhandelt.

"Mit dem medizinischen Fortschritt erhöht sich auch die Zahl der Risiken, mit denen wir als Ärzte umgehen müssen", bestätigte Berg, dass sich die Zahl der Kunstfehler durch technische Errungenschaften nicht verringert hat.

Auf den Konflikt zwischen theoretischem Versorgungsanspruch und dem, was unter ökonomischen Zwängen leistbar ist für ein behindertes Kind, verwies Dr. Andreas Sprinz, Facharzt für Kinderheilkunde und Neuropädiatrie.

Im Haus Walstedde, einem Gesundheitszentrum für Kinder und Jugendliche in Drensteinfurt, bietet er in einem Team mit Krankengymnasten, Sozialarbeitern, Ergotherapeuten, Psychologen und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten "Betreuung aus einer Hand".

"Ein zukunftsweisender Weg und eine erfolgversprechende Zusammenarbeit, die Spaß macht", wirbt er bei Krankenkassen, Ärzten und Eltern für das Modell. het

www.arbeitskreis-kunstfehler-geburtshilfe.de

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