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EHEC-Keim: Weniger Salatspenden für die Tafel

Durchfallerkrankung

Reste-Rampe Dortmunder Tafel? Landet hier der Salat, den seit EHEC niemand mehr will? Nein, dies ist nicht so. Weil der Handel sofort die zurückhaltende Nachfrage seiner Kunden registriert hat, wird seit Tagen deutlich weniger bei den Erzeugern geordert. Und deshalb bleibt auch weniger in den Theken der Supermärkte liegen.

DORTMUND

von Von Ulrike Böhm-Heffels

, 31.05.2011
EHEC-Keim: Weniger Salatspenden für die Tafel

Den Salat konnten die meisten Markthändler wieder mit nach Hause nehmen.

„Wir haben bestimmt zwei Drittel weniger Salat, dabei hatten wir gedacht, wir würden jetzt zugeworfen“, wundert sich Gerd Kister vom Vorstand des mildtätigen Vereins, der Lebensmittel sammelt und günstig an Bedürftige abgibt. Zu dem Zeitpunkt war gestern noch nicht bekannt, dass die auf den spanischen Gurken entdeckten EHEC-Erreger nicht für die Erkrankungswelle mit den schweren Fällen von HUS (Nierenversagen) verantwortlich waren. „Unsere Leute fragen schon besorgt nach“, bestätigt Kister und freut sich deshalb über unveränderte Gemüse-Zuweisungen: „Vom Spargel über Blumenkohl bis zu Auberginen.

Bei den Verdachtsfällen auf EHEC ist aber keine Entwarnung in Sicht. Am St.-Johannes-Hospital bestätigte sich einer von zwei Verdachtsfällen gestern auf den Darm-Keim. Das Klinikzentrum Nord nahm gestern zwei Frauen (19 und 80) und einen Mann aus Dortmund (74) neu auf. Alle drei leiden an den typischen Symptomen wie starke, blutige Durchfälle.Damit wuchs die Zahl der bestätigten, bzw. noch unbestätigten Fälle am Klinikum auf sechs. Die 55-Jährige Dortmunderin, bei der die Ärzte HUS diagnostizierten, wird weiter auf der Intensivstation mit Apherese behandelt.

3,5 Liter Blutplasma werden hierfür täglich pro Patient benötigt. Nach einem Spendenaufruf des Instituts für Transfusionsmedizin (Blutbank) am Klinikum, war die Bereitschaft der Dortmunder groß, sofort zu helfen. „Innerhalb einer Woche hatten wir 130 Blutkonserven mehr als sonst“, freut sich Klinikum-Sprecher Jörg Kühn. „Und wir registrierten elf Neuspender“.

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