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Die musikalischen Top Ten der Meistermannschaft

Aus der BVB-Kabine

Auf dem Weg zur Meisterschaft hatte die Mannschaft ihren eigenen Soundtrack - zusammengestellt vom DJ Marcel Schmelzer. Wir haben einen Blick in seinen Plattenschrank geworfen und stellen hier seine Auswahl vor.

DORTMUND

von Von Matthias Dersch

, 17.05.2011

Fußball und Musik – das gehört für viele zusammen. Das gilt für aktive Fußball-Profis wie Nuri Sahin, die sich die Champions-League-Hymne als Klingelton auf ihr Handy laden, oder Schalkes Christian Pander, der als Funky Pee sogar selbst ins Musikstudio ging. Für Fans, die auf den Tribünen „You’ll Never Walk Alone“ oder den Basslauf von „Seven Nation Army“ anstimmen. Und für die gar nicht mal so seltene Kategorie der Kabinen-DJs, die die Umkleiden der Fußball-Bundesliga beschallen und ihre Mitspieler für die bevorstehenden 90 Minuten aufheizen. Auch beim neuen Deutschen Meister Borussia Dortmund ist die Musik-Frage fest geklärt. Neven Subotic, Patrick Owomoyela und Marcel Schmelzer geben den Ton an, beschallen mit ihren iPods die engen Kabinenräume und sorgen damit für einen erhöhten Adrenalinspiegel bei den schwarzgelben Gipfelstürmern.

„Musik lenkt gleichzeitig ab und pusht auf“, beschreibt Schmelzer die anregende Wirkung der akustischen Untermalung. „Wir sind vor einem Spiel mindestens 45 Minuten in der Kabine. Diese Zeit kann ganz schön lang werden. Mit lauter Musik halten wir die Spannung hoch.“ Sobald die Borussen ihre Umkleideräume betreten, schnappt sich einer der BVB-DJs die mobile Musikanlage, die fast schon so fest zur Ausrüstung gehört wie Trikots, Stutzen und Bälle, und dreht die Lautstärke auf. Es ist ein fester Ablauf. Ein Ritual, das sich eingebürgert hat und zum Spieltag gehört wie die kurze Ansprache von Coach Jürgen Klopp und das Aufwärmen mit den Fitnesstrainern Oliver Bartlett und Florian Wangler. „Manche Lieder begleiten uns über die gesamte Saison“, berichtet Schmelzer. „Songs wie ‚Fackeln im Wind’ von Bushido oder ‚To The Top’ von Gentleman haben nicht nur durch ihren Rhythmus, sondern auch durch den Text eine motivierende Wirkung. Wir hören sie und schwören uns damit gemeinsam ein.“

„We can make it if we try. We can make it to the top”, heißt es etwa im Lied „To The Top” des Kölner Musikers Gentleman, das zu den meistgespielten Songs in der BVB-Kabine zählt. „Wir können es schaffen, wenn wir es versuchen. Wir können es an die Spitze schaffen.” Zeilen, die zu einem Mantra für die Meisterkicker des BVB wurden. „Wir haben uns immer wieder gesagt, dass wir als Mannschaft viel zusammen erreichen können, wenn wir fest daran glauben“, erinnert sich DJ „Schmelle“. Musik spielte dabei gewiss nicht die Hauptrolle, doch sie schweißte das fast gleichaltrige Team noch enger zusammen.

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