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BVB-Fans sorgen für Bergwacht-Einsatz

Allgäu

Alarm für die Bergwacht in Oberstdorf im Allgäu: BVB-Fans hatten auf dem Gipfel des 1800 Meter hohen Schattenbergs eine riesige schwarzgelbe Fahne gehisst. Besorgte Bürger vermuteten jedoch einen abgestürzten Gleitschirm. Bei der Aktion ging es offenbar um ein Gelübde.

OBERSTDORF/DORTMUND

von Von Oliver Koch (mit dpa)

, 25.05.2011

Nach Angaben der Polizei in Kempten hatten die Fans aus Oberstdorf am Montag eine ca. vier Meter lange und ein Meter breite Fahne am Gipfelkreuz des Schattenbergs angebracht.  Etliche Anrufer hätten besorgt bei der Polizei angerufen und gemeldet, dass ein Gleitschirmflieger abgestürzt sein könnte.Fans stehen im Gipfelbuch Also wurde die Bergwacht in Bewegung gesetzt, um auf dem Berg nachzuschauen. Die Retter entdeckten die Fahne und ließen sie vorerst am Gipfelkreuz. Weil sich aber weiterhin besorgte Anrufer bei der Polizei meldeten, nahm man die Fahne am Dienstag ab. Der Eigentümer war übrigens leicht zu ermitteln: Die Fans hatten sich ins Gipfelbuch eingetragen. Hintergrund: Gelübde für toten Freund

Nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa ging es bei der Aktion um ein Gelübde: Zwei Fans haben für einen gestorbenen Borussia Dortmund-Anhänger die Vereinsflagge des Deutschen Fußballmeisters auf einem 1800 Meter hohen Berg gehisst. Zuvor versenkten die Männer aus Oberstdorf nach eigenen Angaben eine Kopie der Meisterschale in der Nordsee, da der tote Freund in Cuxhaven wohnte. „Er war ganz großer Dortmund-Fan“, sagte Alexander Fuhrmann in Oberstdorf der dpa. Nach dem Herzinfarkt-Tod des Mannes (55) im Herbst 2010 hatten sich Fuhrmann und ein Freund die Aktion geschworen - falls Dortmund Meister wird. Das Hissen der BVB-Fahne war dabei für Fuhrmanns Begleiter besonders hart: Er ist Fan des Revier-Rivalen Schalke 04. Nach dem DFB-Pokalsieg am Wochenende sei ihm die Bergtour aber leichter gefallen, berichtete Fuhrmann.  

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