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Armbrust-Todesschütze: „Ich war sauer auf sie“

Prozessbeginn

Ein psychisch kranker Mann hat im September 2010 mit einer Armbrust eine Nachbarin (44) erschossen. Seit Montag steht er in Dortmund vor Gericht.

DORTMUND

von Von Martin von Braunschweig

, 16.05.2011
Armbrust-Todesschütze: „Ich war sauer auf sie“

Der Armbrust-Schütze mit seiner Verteidigerin Ina Klimpke.

Zu Prozessbeginn sagte der 40-Jährige vor dem Schwurgericht: „Ich hatte kein Mitleid, ich habe das für richtig gehalten. Ich habe mir überhaupt keine Gedanken darüber gemacht, dass ich ins Gefängnis kommen könnte.“

Der Fall des Armbrust-Schützen hatte im Herbst für großes Aufsehen gesorgt. Zunächst wurde damals bekannt, dass der 40-Jährige mit einer Armbrust auf einen Nachbarn geschossen hatte. Das Opfer hatte diese Attacke durch großes Glück überlebt.

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SEK-Einsatz nach Schuss mit Armbrust

Mit einer Armbrust schoss ein 39-Jähriger Dortmunder auf einen 26-jährigen Mann und verletzte ihn dabei am Kopf. Das SEK stürmte seine Wohnung.
28.09.2010
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Mit einem SEK-Einsatz wurde der Mann im Herbst 2010 verhaftet. © Foto: Archiv
Die Polizei riegelte die Umgebung ab.© Foto: Bock/newspic.de
Die Sepzialkräfte der Polizei stürmten die Wohnung des 39-Jährigen, der Mann war jedoch flüchtig.© Foto: Bock/newspic.de
Das SEK war bei der Suche nach dem Armbrustsxchützen in der vergangenen Woche im Einsatz..© Foto: Bock/newspic.de
© Foto: Werner / Ida News
Das SEK im Einsatz.© Foto: Werner / Ida News
Das SEK im Einsatz.© Foto: Bock/newspic.de
Das SEK im Einsatz.© Foto: Bock/newspic.de
Das SEK im Einsatz.© Foto: Bock/newspic.de
Die Polizei riegelte die Umgebung weiträumig ab.© Foto: Bock/newspic.de
Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln nun die Hintergründe der Tat.© Foto: Bock/newspic.de
Das SEK im Einsatz.© Foto: Werner / Ida News
Die Polizei auf der Suche nach Spuren.© Foto: Werner / Ida News
Der Verletzte musste mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Weitere Personen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden.© Foto: Werner / Ida News
Der Verletzte musste mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Weitere Personen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden.© Foto: Werner / Ida News
Die Polizei riegelte die Umgebung ab.© Foto: Werner / Ida News
Das SEK im Einsatz.© Foto: Werner / Ida News
Das SEK stürmte das Haus.© Foto: Werner / Ida News
Die Polizei im Einsatz.© Foto: Werner / Ida News
Spurensuche.© Foto: Werner / Ida News
Spuren werden markiert.© Foto: Werner / Ida News
Spurensuche.© Foto: Werner / Ida News
Spurensuche.© Foto: Werner / Ida News
Spurensuche.© Foto: Bock/newspic.de

Der Pfeil drang zwar in seinen Kopf ein, verletzte aber nur Haut und Muskelgewebe. Nach einer aufwändigen Suche nach dem Schützen wurde dieser drei Tage später festgenommen. Als die Polizei dann die Wohnung und die Kellerräume des 40-Jährigen durchsuchten, stießen sie zwischen Unrat und Gerümpel auf die bereits stark verweste Leiche der Nachbarin. Die Frau hatte er schon Tage vorher unentdeckt getötet. Sie galt bereits seit Tagen als vermisst.Mann fühlte sich verfolgt Zu Verhandlungsbeginn erläuterte der psychisch kranke Beschuldigte, er habe sich seinerzeit verfolgt und unter Druck gesetzt gefühlt. Die Nachbarin habe sterben müssen, weil er sie in Verdacht gehabt habe, in seine Wohnung einzubrechen.„Ich war sauer auf sie“, sagte der 40-Jährige. Eines Tages habe er sich deshalb mit seiner geladenen Armbrust so lange in den Hausflur gestellt, bis die 44-Jährige vom Einkaufen nach Hause kam. „Dann habe ich geschossen. Sie hatte keine Zeit mehr, noch irgendetwas zu sagen.“

Im Prozess geht es allein um die Frage, ob der schuldunfähige Mann unbefristet in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen wird. Auf die Frage, ob er dafür Verständnis hätte, sagte der 40-Jährige am Montag: „Ja.“

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