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Tödlicher Massenunfall: Laster-Fahrer gibt Bedienungsfehler zu

Prozessauftakt

Qualm, Staub, kreischendes Blech: Die Erinnerungen der Augenzeugen an den Massenunfall mit drei Toten auf der A 31 bei Dorsten sind auch zehn Monate danach noch allgegenwärtig. „Es war wirklich schrecklich“, sagte ein Zeuge am Dienstag vor dem Essener Landgericht. Zu Beginn des Prozesses hatte der wegen fahrlässiger Tötung angeklagte Laster-Fahrer ein Geständnis abgelegt.

ESSEN/DORSTEN

von Von Martin von Brauschweig

, 03.05.2011
Tödlicher Massenunfall: Laster-Fahrer gibt Bedienungsfehler zu

Dieses schreckliche Bild bot sich auf der A 31.

Der 48-Jährige hatte zugegeben, am 2. Juli 2010 ungebremst in ein Stauende gerast zu sein, weil er den Tempomaten seines Fahrzeugs nicht richtig bedienen konnte. Der Augenzeuge sah das Unheil damals kommen und konnte nichts tun. „Ich kam von der Arbeit in Wulfen und wollte nach Hause. Auf der Autobahn sah ich den Stau und plötzlich den LKW. Ich dachte nur: Warum bremst der nicht. Da war es schon passiert“, erinnerte sich der 48-Jährige.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Unfall A 31

Zwei Tote und mindestens fünf Verletzte forderte eine Massenkarambolage auf der A 31.
02.07.2010
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Dieses schreckliche Bild bot sich auf der A 31.© Foto: Guido Bludau
Eine Massenkarambolage forderte zwei Tote und mindestens fünf Verletzte.© Foto: Guido Bludau
Die Autos brannten komplett aus.© Foto: Guido Bludau
Nur noch Trümmer blieben übrig.© Foto: Guido Bludau
© Foto: Guido Bludau
Die Rettungskräfte mussten sich durch den Stau zur Unfallstelle kämpfen.© Foto: Guido Bludau
© Foto: Guido Bludau
© Foto: Guido Bludau
© Foto: Guido Bludau
© Foto: Guido Bludau
© Foto: Guido Bludau
© Foto: Guido Bludau
© Foto: Guido Bludau
© Foto: Guido Bludau
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© Foto: Guido Bludau
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© Foto: Guido Bludau
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.© Foto: Guido Bludau
© Foto: Guido Bludau
© Foto: Guido Bludau
© Foto: Guido Bludau
© Foto: Guido Bludau
© Foto: Guido Bludau
© Foto: Guido Bludau
Schlagworte Dorsten
Auch eine 35-jährige Mutter aus Dinslaken wurde in den Massen-Crash verwickelt – und hatte Riesenglück. Sie kam mit ihrem zweijährigen Jungen gerade vom Kinderarzt in Schermbeck, als sie in den Stau geriet. „Plötzlich war da der LKW und raste in einen VW Golf“, so die Augenzeugin. „Mein Junge schrie: Mama, ich habe Angst. Dann wurden wir von einem Auto unter einen anderen LKW vor uns geschoben.“Opfer bis zur Unkenntlichkeit verbrannt

Mutter und Kind konnten damals nahezu unverletzt aus dem Wrack befreit werden. „Wir hatten Schürfwunden, mehr zum Glück nicht“, sagte die 35-Jährige. Für die drei Insassen des VW Golf, der als erstes erwischt worden war, kam dagegen jede Hilfe zu spät. Das Auto wurde fast vollständig zusammen gequetscht. Erst Stunden später gelang es der Polizei, die drei Männer zu bergen. Sie waren bis zur Unkenntlichkeit verbrannt.

Der Angeklagte bat alle Beteiligten und die Hinterbliebenen der Toten am Dienstag um Verzeihung. Allerdings ließ er dies nur von seinem Rechtsanwalt Gundo Golla vortragen. Selbst hatte er nicht den Mut, zu den Richtern und den anderen Beteiligten zu sprechen. Der 48-Jährige will seit dem Unfall selbst schwer traumatisiert sein. Offenbar befindet er sich immer noch in therapeutischer Behandlung. Bei dem Zusammenstoß selbst war er nur leicht verletzt worden.

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