Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Sternsinger bringen den Segen in Gahlen und Erle

Sternsinger

Das nasskalte Wetter hat die Sternsinger in Gahlen und Erle am Freitag nicht davon abgehalten, den Segen zu den Häusern zu bringen. Dafür hatten sie sich aber auch gut vorbereitet.

Gahlen, Erle

, 05.01.2019
Sternsinger bringen den Segen in Gahlen und Erle

Die Erler Sternsinger versammelten sich vor der Aussendung für ein Gruppenfoto im Eingangsbereich der Kirche. © Berthold Fehmer

Fast noch dunkel war es am Freitagmorgen, als Pastoralreferentin Birgit Gerhards auf dem Parkplatz vor dem Evangelischen Gemeindehaus in Gahlen alle Utensilien aus dem Auto holte: Sterne, Spendendosen, Kreide, Aufkleber mit dem Segen. Im Kofferraum blieben zunächst die vielen Dosen mit Brühwürstchen, die mittags an die hungrigen Sternsinger mit Brötchen zur Stärkung ausgegeben wurden.

Mit dem schönen Ruhrgebietswort „usselig“ bezeichnete Gerhards das Wetter, dass die Sternsinger bei ihrem Einsatz am Freitag und Samstag laut Wetterbericht erwartete. Froh war die Pastoralreferentin der Ludgerusgemeinde darüber, dass in Schermbeck doch mehr Kinder zum letzten Vorbereitungstreffen am Donnerstag gekommen waren, als von ihr befürchtet. „Es sind jetzt doch etwa 20 Gruppen“, sagte Gerhards, zwei Tage vorher hatten sich gerade mal 13 Gruppen angemeldet.

Sternsinger bringen den Segen in Gahlen und Erle

Die Gahlener Sternsinger machten sich am Freitagmorgen auf den Weg, um den Segen zu den Häusern zu bringen. © Berthold Fehmer

In der Gahlener Dorfkirche war die neunjährige Abigail Ingedoh für ihren Einsatz bereit. Bereits im letzten Jahr war sie als Sternsinger mitgelaufen, an das Lied konnte sie sich gerade noch erinnern. „Aber ich konnte es nicht mehr so gut.“ Die Übungstreffen frischten die Erinnerungslücken wieder auf. Und die Thermostrumpfhose sollte am Freitag die Kälte fernhalten.

Vier Gruppen konnten Gerhards und Pastor Xavier Mupalla an diesem Morgen in Gahlen aussenden. „Früher, als es noch fünf bis sechs waren, konnten wir noch fast alle Straßen abdecken“, sagte Gerhards. In diesem Jahr sei aber beispielsweise kein Gahlener Kommunionkind bei den Sternsingern dabei. Keinen Hehl macht Gerhards daraus, dass sie sich von manchen Erwachsenen etwas mehr Respekt für den Einsatz der Kinder und Jugendlichen wünschen würde.

33 Sternsinger in Erle unterwegs

Fast gleichzeitig in Erle konnte Schwester Maria Simon neun Gruppen mit insgesamt 33 Sternsingern aussenden. Zunächst trafen sich die Sternsinger und Begleiter im Silvester Haus, wo Schwester Daniela Maria Simon (Pastoralreferentin der St.-Martin-Gemeinde) schilderte, wie Jesus einen Gelähmten in Karfarnaum heilte. Das Evangelium schildert, wie Freunde des Gelähmten wegen des großen Menschenandrangs ein Loch in das Dach und die Decke des Hauses, in dem Jesus sich aufhielt, geschlagen hatten und den Gelähmten von oben zu Jesus heruntergelassen hatten.

Jesus habe den Mann geheilt, weil er den Glauben seiner Freunde gesehen habe, erklärte Daniela Maria Simon. „Wenn wir uns was zutrauen, können wir einiges erreichen.“ Anschließend durften die Sternsinger selbst überlegen, für welche Personengruppen sie beten wollten und für jede einen Stern auf ein Tuch in der Mitte legen, auf dem bereits eine Gehhilfe lag - ein Symbol für die behinderten Kinder in Peru, für die die Sternsinger in diesem Jahr sammeln.

Sternsinger bringen den Segen in Gahlen und Erle

Die Sternsinger im St. Silvester Haus überlegten bei der Aussendung selbst, für wen sie beten wollten. Jeder Stern symbolisierte eine Gruppe von Menschen, die Gehstütze die behinderten Kinder in Peru, für die die Sternsinger in diesem Jahr sammeln. © Berthold Fehmer

Petra Haasler, die seit 21 Jahren in Erle die Sternsinger betreut, erklärte, dass man in diesem Jahr eine Änderung vorgenommen habe. Die weiter entfernten Haushalte sollten die Sternsinger bereits morgens besuchen und sich dann zum Ortskern vorarbeiten. „Damit sie nach dem Mittag nicht mehr so weite Wege haben.“ Als Stärkung für die Mittagszeit hatten Haasler und das Team Pommes und Currywurst vorbereitet.

Gummibärchen für die „Könige“

Für die Sternsinger Ida Brand, Rose Senay Jilmaztekin, Leni Heßbrüggen und Betreuerin Charlotte Wachtmeister startete ihre Tour allerdings nicht in den Außenbereichen, sondern im Kindergarten St. Silvester. Dort warteten die Kinder schon auf die Sternsinger, einige hatten sich sogar selber Kronen gebastelt. Jedes Kind bekam von den Erzieherinnen ein Geldstück in die Hand gedrückt, dass sie nach dem Lied in der Sammeldose von Ida versenkten. Neben dem Geld und einem großen Applaus erhielten die „Könige“ auch noch zwei Tüten Gummibärchen.

Sternsinger bringen den Segen in Gahlen und Erle

Im Kindergarten St. Silvester startete eine Gruppe von Sternsingern mit ihrer Tour. © Berthold Fehmer

„Das ging ganz schön in den Rücken“, sagte die achtjährige Ida nach dem Besuch des Kindergartens und meinte das Runterbeugen mit der Sammeldose zu den kleineren Kindern. Doch schon bei der nächsten Station, bei der Charlotte von einer jungen Frau als „Lotti“ freudig begrüßt wurde, war die Herausforderung eine ganz andere: Denn am Hauseingang waren schon so viele Segenssprüche per Kreide aufgemalt, dass die Frau kurzerhand „Lotti“ auf den Arm nahm, damit diese über den anderen „20*C+M+B+19“ schreiben konnte.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt