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Stadt informierte über zukünftige Strompolitik

Konzessionsvertrag läuft 2013 aus

Ende 2013 läuft der Konzessionsvertrag für das Dorstener Stromnetz aus. Daher hat die Stadt schon heute die Qual der Wahl. Wohin mit dem Netz? Eigene Stadtwerke oder Neuvergabe? Am Mittwochabend informierte die Stadt im Forum der VHS die Bevölkerung über den Stand des Verfahrens.

DORSTEN

von Von Werner Wenig

, 26.05.2011
Stadt informierte über zukünftige Strompolitik

Bürgermeister Lambert Lütkenhorst, Wolfgang Quallo und Dr. Matthias Koch informierten die Bürger über die zukünftige Strompolitik der Stadt.

Bürgermeister Lütkenhorst sprach von einem „wichtigen Thema“, das durch Fukushima ins Gespräch gekommen sei. Zusammen mit Kämmerer Wolfgang Quallo und Dr. Matthias Koch von der Wirtschaftsberatungsfirma Rödl und Partner beleuchteten sie alle Aspekte der Rekommunalisierung. Als Ziele wurden unter anderem zusätzliche Einnahmen für den Stadthaushalt, Wertschöpfungen der Stadt, die Sicherung lokaler Arbeitsplätze und der Ausbau erneuerbarer Energien formuliert. Dazu sind mehrere Optionen denkbar: Die Übernahme des Netzes in Eigenregie,  das Zusammengehen mit einem Partner in Verbindung mit dem Aufbau von Stadtwerken entweder mit eigenem Personal bzw. mit eigener Betriebsführung, oder ein Neuabschluss des Konzessionsvertrages mit einem Dritten. Welche Option die Stadt bevorzugt, konnte keiner der Beteiligten sagen. „Das muss die politische Diskussion und die wirtschaftliche Prüfung ergeben“, so Lütkenhorst. Bisher sind neun Bewerbungen eingegangen, „über die aber noch nicht öffentlich gesprochen werden kann“, erläuterte Wolfgang Quallo.

„Einige bieten sich als Partner an, andere sind nur an der Konzession interessiert.“ Bei dem Vergabeverfahren darf allerdings nur der Netzbetrieb und die Frage, welche Lösung der Stadt den größten finanziellen Mehrwert bringt, im Vordergrund stehen. Der Grund liegt einerseits in den Vorgaben des Energiewirtschaftsgesetzes, als auch  in der Argumentation gegenüber der Kommunalaufsicht. „Die genehmigt nur die Lösung, die für die Stadt etwas bringt“, argumentiert Wolfgang Quallo. Die Gründung eigener Stadtwerke birgt aber auch Risiken. „Es kommt entscheidend auf den Kaufpreis des Netzes an“, erläutert Quallo, „denn der ist wichtig für die Rentabilität.“ Hinzu kommt, dass sich jeder einzelne potentielle Kunde für einen Wechsel zu den Stadtwerken entscheiden müsste. Vieles wird in den nächsten Wochen hinter verschlossenen Türen diskutiert. Doch die Öffentlichkeit bleibt nicht außen vor. „Vor der endgültigen Vergabe wird mit den Bürgern diskutiert“, versprach der Bürgermeister.  

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