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Neue Brücke für Radfahrer installiert

Kolkbach

Viereinhalb Tonnen schwer, 3,50 Meter breit, 160.000 Euro teuer: Am Donnerstag hat der RVR die neue Brücke über dem Kolkbach in Schermbeck installiert. Diese ist Teil des rund elf Kilometer langen Radweges zwischen Schermbeck und Hünxe-Drevenack. Radfahrer können die Brücke allerdings nicht sofort nutzen.

SCHERMBECK

von Von Berthold Fehmer

, 20.12.2012 / Lesedauer: 3 min

„An der alten Brücke waren schon Steine rausgebrochen“, berichtet Projektleiter Andreas Wellpoth, Bauingenieur beim vom Referat Landschaftsentwicklung und Umwelt des RVR. Anstelle von aufwendigen Sanierungsmaßnahmen hatte sich der RVR aufgrund der Einsturzgefahr für den Neubau der Brücke entschieden. Trotz der Kosten von 160.000 Euro, die der RVR allein bezahlt. Die alte Brücke wurde bereits vor einigen Wochen abgerissen.

Für die neue Brücke auf der ehemaligen Bahntrasse zwischen Schermbeck und Drevenack, die nun als Radweg dient, mussten zunächst einige Erdarbeiten erfolgen und natürlich Fundamente gesetzt werden. Beim Neubau der Brücke seien ökologische Gesichtspunkte zu berücksichtigen gewesen, so Wellpoth. „Wir konnten nicht einfach ein Rohr in den Bach legen. Stattdessen haben wir eine offene Bauweise gewählt.“ Dies sei die bessere Alternative für Flora und Fauna.

Um die Brücke mit einer Spannweite von acht Metern montieren zu können, musste am Donnerstagmorgen zunächst ein Kran aufgestellt werden, was aufgrund des feuchten, lehmigen Bodens auch keine ganz einfache Aufgabe war. „Die Arbeiter hatten sich für heute leichten Frost gewünscht“, so Wellpoth schmunzelnd. Dieser Wunsch sollte so nicht in Erfüllung gehen. Dennoch funktionierte das Einsetzen der Stahlbrücke mit einer Breite von 3,50 Meter erstaunlich gut, was vor allem dem Fingerspitzengefühl des Kranführers geschuldet war. Anschließend musste die Brücke natürlich noch feinjustiert werden.

Noch können die Bürger die Brücke aber noch nicht benutzen. Geländer müssen noch an- und ein fünf Zentimeter dicker Kunststoffbelag aufgebracht werden. Für den Kunststoff habe man sich entschieden, weil viele Bäume in der Nähe der Brücke stehen, die im Herbst mit ihrem Laub dafür sorgen würden, dass etwa eine Holzbrücke rutschig würde. Außerdem würde das Holz durch die Schattenlage schlecht trocknen, was den gleichen Effekt hätte, so Wellpoth. Ende Januar soll die Brücke begehbar sein.

Und nicht nur begeh-, sondern im Notfall auch von Rettungsfahrzeugen befahrbar: Für bis zu 12 Tonnen ist die neue Brücke laut Wellpoth ausgelegt. Einen Termin, wann der gesamte Radweg saniert sein wird, wollte Wellpoth noch nicht nennen: „Wir hoffen, dass wir zur Saisoneröffnung im März fertig sind.“