Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Nachschreibeklausur sorgt für Ärger an Schulen

Panne beim Mathe-Abi

Eine neuerliche Panne beim Zentralabitur hat am Donnerstag für großen Wirbel an den Dorstener Gymnasien gesorgt. "Ein Unding" nennt Schulleiter Alfons Dorenkamp vom St.-Ursula-Gymnasium die Vorgänge rund um die Abiturklausur der Mathematik-Grundkurse.

DORSTEN

von Von Berthold Fehmer

, 19.05.2011
Nachschreibeklausur sorgt für Ärger an Schulen

Wolfgang Gorniak, Schulleiter des Gymnasiums Petrinum, muss die Pannen beim Mathe-Abi zusammen mit seinen Lehrern nun ausbaden. Der Nachschreibetermin werde "tierisch viel Kraft" kosten.

Schulministerin Sylvia Löhrmann hatte Donnerstag aufgrund einer missverständlichen Aufgabenstellung in den Mathematik-Grundkurs-Klausuren allen Schülern angeboten, diese freiwillig am 26. Mai zu wiederholen. Bis Montag, 23., müssen sie entscheiden, ob sie das Angebot annehmen. Am Gymnasium Petrinum waren das Sekretariat und Schulleiter Wolfgang Gorniak den gesamten Donnerstagmorgen damit beschäftigt, die 85 in Frage kommenden Schüler anzurufen. Am Freitag sind alle zu einer Infoveranstaltung in die Schule eingeladen, wo Gorniak sie über ihre Möglichkeiten informieren wird.

Auch darüber, dass sich die Schüler womöglich im Vergleich zur ersten Klausur verschlechtern könnten. „Wer das Gefühl hatte, bei der ersten Klausur sei alles gut gelaufen, wäre schlecht beraten, sie zu wiederholen“, so Gorniak. Sobald man sich für die Wiederholung entscheide, gehe die erste Klausur nicht mehr in die Note ein. Die Begeisterung über den Nachschreibtermin hält sich bei den Lehrern verständlicherweise in Grenzen: „Das kostet tierisch viel Kraft“, sagt Gorniak. Viele hätten bereits mit den Korrekturen begonnen. Arbeit, die sich nun als vergebens entpuppen könnte. Außerdem kann der Nachschreibtermin mit bereits angesetzten mündlichen Prüfungen kollidieren.

Ebenso wie am St.-Ursula-Gymnasium. Dort versteht Alfons Dorenkamp nicht, warum die 40 Schüler aus seinen Mathematik-Grundkursen ebenfalls nachschreiben dürfen. „Das klingt gewöhnungsbedürftig.“ Denn die fragliche Aufgabe, die als einer von mehreren Vorschlägen zuvor den Lehrern vorgelegt wurde, sei vorher aussortiert worden. Heißt: Kein Schüler an St. Ursula hat die missverständliche Aufgabe überhaupt zu Gesicht bekommen. Wie sein Lehrpersonal auf den Nachschreibtermin reagiert habe? Dorenkamp diplomatisch: „Wir waren alle nicht sehr glücklich.“

Was Dorenkamp am meisten stört, ist die Kurzfristigkeit: „Hektik und Prüfungsvorbereitung passen nicht zusammen.“ Nun müssten Schule und Lehrer umso mehr aufpassen, dass nicht weitere Fehler passierten.

Lesen Sie jetzt