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Lasermesse führt die Ludgeruskirche vom Dunklen ins Licht

Lasermesse

Lasermessen erfreuen sich in Erle seit Jahren großer Beliebtheit. Solche Messen plant man auch in der Ludgeruskirche in Schermbeck. Josef Tempelmann sagt aber: „Es wird keinen Laser geben.“

Schermbeck

, 10.01.2019 / Lesedauer: 4 min
Lasermesse führt die Ludgeruskirche vom Dunklen ins Licht

Zu „Lasermessen" am 26. und 27. Januar in der Ludgeruskirche laden Pastor Xavier Muppala, Josef Tempelmann, Sophia Polhuis und Lukas Dahlhaus (v.l.) ein. © Berthold Fehmer

Das mag auf den ersten Blick widersprüchlich klingen, aber Josef Tempelmann vom Pfarreirat kann die Einladung zu einer Lasermesse ohne Laser erklären: „Wir haben lange überlegt, welchen Namen wir nehmen sollen. Wir haben zum Beispiel einen Beamer, mit dem man 15 Meter breite und neun Meter hohe Projektionen erzeugen kann. ‚Beamer-Messe‘ passt als Begriff aber nicht so gut. Lasermesse ist ein Schlagwort, damit die Leute wissen, wo die Reise hingeht.“

Beim Thema Lichtinstallation wolle man „einiges machen“, so Tempelmann, der sich in die Technik eingearbeitet hat, aber man wolle keine Konkurrenz sein zu Messen wie in Raesfeld-Erle. „Wir fangen jetzt erst mal an.“

„Warum machen wir das nicht in Schermbeck?“

Pastor Xavier Muppala schildert den Werdegang der Planung. Mit Josef Tempelmann habe er 2017 die Lasermesse in Erle besucht. „Warum machen wir das nicht in Schermbeck?“, habe Tempelmann ihn gefragt. Muppala wandte sich an Stephan Breer vom Veranstaltungsservice „BSUEvents“ (die Abkürzung steht für die Geschäftsführer Breer, Jonas Steinkamp und Lisa Underberg), der Unterstützung zusagte.

Um finanzielle Unterstützung zu erhalten, fragte Muppala bei einem Jugendpastorenkurs einen beim Bistum Münster für Jugendarbeit zuständigen Priester, der das Anliegen weitergab. „Die Zusage haben wir im September bekommen“, so Muppala. „Erst da konnten wir richtig anfangen zu arbeiten.“ Erst fasste man einen Termin im März ins Auge, „aber da ist schon alles hell genug, das lohnt sich nicht.“ Nun sollen die Lasermessen am 26. und 27. Januar um jeweils 18 Uhr stattfinden, was den Druck auf die Organisatoren nicht kleiner machte.

Es hat einige Rückschläge gegeben

„Es hat manchen Rückschlag gegeben“, gesteht Tempelmann ein. So hätten die neuen Termine etwa dazu geführt, dass Studierende der Fachhochschule Düsseldorf, die die Messen mit technischer Expertise unterstützen wollten, absagen mussten, weil sie zu diesem Zeitpunkt in ihrer Prüfungsphase sind.

Inhaltlich wird das Jugendmessteam, ein Kreis von etwa einem Dutzend Jugendlichen, die Lasermessen vorbereiten. „Wir gestalten viermal im Jahr eine Jugendmesse“, sagt Lukas Dahlhaus, und dabei achteten er und die anderen darauf, Themen zu finden, die Jugendliche ansprechen. „Licht in der Dunkelheit“ lautet das Thema der Lasermessen, die, das stellt Pastor Muppala klar, keine Jugendmesse sei, sondern sich an alle richte.

Predigt, Fürbitten, Meditation: Texte dafür schreiben die Jugendlichen selbst und tragen sie auch selbst vor, wie etwa Jana Ridder einen selbstverfassten Poetry Slam. Das Jugendmessteam suchte Lieder aus und plante auch den Ablauf der Messen. „Wir haben uns Lieder ausgesucht, die nicht so oft gesungen werden“, sagt Sophia Polhuis.

Die Gruppe „Kontakte“ singt am Sonntag

Musikalisch unterstützt wird die Lasermesse am Sonntag von der Gruppe „Kontakte“ aus Dorsten-Lembeck, die einst als Jugendchor gestartet ist und mit Keyboard und Schlagzeug verstärkt „junge geistliche Lieder“ singen wird. Am Samstag wird Josef Breuer die Orgel spielen, die dafür besonders illuminiert wird. „Über die Soundanlage können wir auch Lieder einspielen“, so Tempelmann. Und auf dem Beamer könne man gleichzeitig Bilder zeigen, die die Texte unterstützen.

Beim Auf- und Abbau der Technik hilft die Landjugend dem Team von BSUEvent. Drei Tage Aufbauzeit plant Pastor Muppala ein. Tempelmann will zum Ablauf der Messen nicht zu viel verraten. Er will zu Beginn die Kuppel der dunklen Kirche mit einem Sternenhimmel sparsam erleuchten. Der Chorraum werde mit einer Plane abgehängt, auf die der Beamer seine riesigen Bilder projizieren soll. Gegen Ende der Messen verspricht Tempelmann beleuchtungstechnisch einen „Aha-Effekt“.

„Erste Erfahrungen sammeln“

„Wir wollen erste Erfahrungen sammeln“, sagt Tempelmann, auch um die Erwartungen nicht zu weit hochzuschrauben. Der Eintritt für die Messen ist natürlich frei, aber die Organisatoren würden sich über Spenden freuen, um weitere Projekte dieser Art finanzieren zu können. „Wenn es ein Renner wird, kann man vielleicht in fünf Jahren mal ein richtiges Highlight hinsetzen“, sagt Tempelmann.

Bewusst ist man sich im Organisatoren-Team, dass das Thema Lasermessen möglicherweise überreizt werden könne und irgendwann nicht mehr auf so viel Interesse stoßen könnte. Doch es gebe auch andere spektakuläre Ideen, so Tempelmann: „Vor knapp einem Jahr war ich in Havixbeck, wo man 1000 goldene Ballons hat in der Kirche aufsteigen lassen. Das war klasse.“

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