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Kunststraße wird Straße der Kunst

DORSTEN Eine Kunststraße wird zur Straße der Kunst. Der auch durch Dorsten verlaufenden „Gahlensche Kohlenweg“ soll bei der „Ruhr.2010“ durch zeitgenössische Kunstwerke rekonstruiert werden.

von Von Eva Kopriosek

, 06.04.2008
Kunststraße wird Straße der Kunst

Kunsthistorikerin Dr. Elisabeth Kessler-Slotta referierte über das alte Kohlhaus an der Gahlener Straße.

Auf einer gemeinsamen Busfahrt erkundigten am Samstag Interessierte und Mitglieder der eingebundenen Kunstvereine aus Dorsten, Hattingen, Bochum, Herne und Gelsenkirchen den historischen Kohlentransportweg.

Viele Markierungen

Startpunkt der Exkursion war die Künstlerzeche „Unser Fritz“ in Herne-Wanne. Ziel das Gelände gegenüber des Hardter Tennisvereins. Hier stand ehemals das Kohlhaus, ein Lagerort für aus Bochum Süd antransportierte und dann im Hafen von Gahlen verschiffte Kohle. Auf diesem Gelände soll nun im Rahmen des Kulturhauptstadt 2010-Projektes eine Skulptur aufgestellt werden.

Neben dem Kohlhaus weist Dorsten noch andere Markierungen auf, die vom ehemaligen Kohlenweg zeugen. Auch dort sollen zeitgenössische Künstler den vorhandenen Raum kreativ verwandeln. Eine Projektidee ist ein „Obstgarten der Sinne“ an der Bochumer Straße. In diesem Garten, der gleichzeitig Raum für Kunst schafft, sollen 53 alte Apfelsorten wachsen, die je einer Ruhrgebietsgemeinde zugeordnet werden.

Lichtinstallation am Lärmschutzwall

Weitere mögliche Standorte und Projekte sind unter anderen die Inszenierung des Lärmschutzwalls an der Ulfkotter Straße durch Lichtinstallationen, die Nutzung der Grünanlage am Schölzbach Kirchhellener Allee/Ecke Gladbeckerstraße als Ort für Installationen oder Lesungen, die Transformation der Lippefähre Baldur zum Ort für Literatur und Kunst, das Aufstellen einer Skulptur auf der Wiesenbrache gegenüber der Hardter Westfalentankstelle, sowie Graffitikunst an der A31 Autobahnbrücke neben dem Kohlhaus.

Noch in diesem Jahr wollen alle fünf Kunstvereine die Schaffung einer Skulptur veranlassen. Ein Testballon, um die Machbarkeit des Unterfangens zu überprüfen. Für Dorsten, wie auch für die eingebundenen Städte, verspricht das mögliche Kulturhauptstadt-Projekt eine hochgradig spannende Sache zu werden.

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