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Kreisrund trifft auf eckig

21.11.2007

Kreisrund trifft auf eckig

<p>Manfred Lux (l.) und Werner Jelinek kennen sich schon seit fast 30 Jahren und stellen zum ersten Mal gemeinsam aus. Wehrmann</p>

Kirchhellen Kreisrund sind die Bilder von Maler Manfred Lux, rechteckig oder quadratisch die des Künstlers Werner Jelinek. Die beiden Herren und ihre Werke sind bekannt in Kirchhellen und nun zum ersten Mal zu einer Ausstellung zusammengetragen worden. Im Hof Jünger können Kunstliebhaber seit Sonntag in den Genuss der Arbeiten der beiden Mitglieder des Künstlerbundes Bottrop kommen.

Freundschaft

"Wir kennen uns nun schon seit fast 30 Jahren und stellen endlich einmal zusammen aus", freut sich Lux, der mit seinen Bildern hauptsächlich ein Stück seiner persönlichen Entwicklung preisgibt. "Die Mitte, die sich aus einer runden Fläche zwangsläufig erschließen lässt, hat einen großen Stellenwert bei mir eingenommen. Ich bin dabei, meinen Standort festzulegen und merke, dass ich im Alter ruhiger und klarer an Dinge herangehe", beschreibt der 58-Jährige sein Empfinden.

Werner Jelinek hat für sich und seine Werke ganz andere Motive. Unter den Themen "WahrZeichen" und "WahrNehmung" hat er sich daran gemacht, kleinformatige Gouachen sowie großformatige Ölbilder zu gestalten. "Ich bin viel gereist und habe schon einige Wahrzeichen in verschiedenen Ländern und Städten gesehen", erklärt der 70-Jährige. "So kam ich auf die Frage, was eigentlich passiert, wenn ein Individuum vor so einem Wahrzeichen steht und es erlebt." In seinen Bildern hat er Papierfragmente typischer bekannter Bauwerke wie der Akropolis in Athen eingearbeitet und diese malerisch erweitert.

Die Ausstellung in den Räumen des Kulturzentrums wurde so konzipiert, dass die Bilder beider Künstler im Blickfeld sind und in einen Dialog miteinander treten. Die unterschiedlichen Arbeitsweisen stehen sich somit gegenüber und ergänzen sich.

Nicht mehr so bunt

"Ich muss immer recht zügig arbeiten, da ich heißen Wachs verarbeite. Der wird schnell wieder hart", erzählt Lux, der bis zu 20 Wachsschichten übereinander zu einem harmonischen Ganzen werden lässt. Jelinek tendiert zu abstrakten Motiven und sagt, dass "es nicht mehr so bunt wie früher" ist. "Die Leute sollen sehen, dass die Bilder ganz neu sind." kw

Hof Jünger, Wellbraucksweg 4, bis zum 25. November

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