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Kollegschüler brachten Erde aus dem Heiligen Land mit

Für jüdische Gemeinde

Einen großen Wunsch konnten die Schüler des Paul-Spiegel-Berufskollegs Judith Neuwald-Tasbach, der Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen, erfüllen. Am Dienstag überreichten die Schüler ihr acht Kilo Erde aus Israel.

DORSTEN

von Von Rüdiger Eggert

, 03.05.2011
Kollegschüler brachten Erde aus dem Heiligen Land mit

Dan Feickert, Schüler am Paul Spiegel-Berufskolleg, überreichte Judith Neuwald-Tasbach Erde aus dem Heiligen Land. Zur Übergabe waren auch die Witwe von Paul Spiegel, Giséle Spiegel, und Landrat Cay Süberkrüb gekommen.

 

Beim Holocaust-Gedenktag hatte sie die Schüler gebeten, ihr von der anstehenden Israelreise ein Glas mit Erde aus dem Heiligen Land mitzubringen. Beeindruckt von der Bereitschaft, wie Judith Neuwald-Tasbach sie über das Leben in Israel informiert hatte, war es für die Kollegschüler eine Selbstverständlichkeit, ihr den Wunsch zu erfüllen.

Vom 21. bis 28. März besuchten 25 Schüler vom beruflichen Gymnasium des Paul-Spiegel-Berufskollegs Israel. In kleinen Beuteln haben die Schüler dort die Erde gesammelt und nach Deutschland transportiert. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Reisende Erde aus Israel mitbringen. Dennoch kontrollierte der Zoll den Inhalt jedes einzelnen Säckchens. So gelangten schließlich acht Kilo Erde nach Dorsten.

Erde für Beerdigungen nutzen

Die Gelsenkirchener Gemeinde wird die Erde in Zukunft bei Beerdigungen nutzen. Viele Juden haben den Wunsch, in Israel begraben zu werden. Da es nicht möglich ist, alle im Heiligen Land zu bestatten, wird vielen Toten ein Säckchen mit Erde unter den Kopf gelegt. Nach Vorstellung der Juden werden die in Israel Begrabenen bei der Ankunft des Messias zuerst auferstehen.

Neben Judith Neuwald-Tasbach waren gestern auch die Witwe von Paul Spiegel, Giséle Spiegel, und Landrat Cay Süberkrüb erschienen, um sich über die Isarelreise der Kollegschüler zu informieren. Cay Süberkrüb begrüßte die Geste der Jugendlichen an die jüdische Gemeinde auch als Vorsitzender der Israelstiftung des Kreises Recklinghausen. Die Israelstiftung hatte es den Schülern schließlich ermöglicht, die spannende Reise zu unternehmen. 

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