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Gunter Demnig erinnert an Deportation sechs jüdischer Schermbecker

Stolpersteine in Georgstraße

SCHERMBECK In einer bewegenden Zeremonie hat der Künstler Gunter Demnig am Donnerstag sechs Stolpersteine auf der Georgstraße verlegt. Initiiert wurde dies von Schülern der Gesamtschule.

von Von Berthold Fehmer

, 24.06.2010 / Lesedauer: 3 min

Schermbeck sei die 563. Kommune, in der er Stolpersteine verlegt habe, sagte Demnig, der sich über das Interesse der Schermbecker Gesamtschüler freute. Obwohl er sich jeden Tag mit dem Thema beschäftige, bleibe die Zahl von sechs Millionen ermordeten Juden für ihn immer noch eine „abstrakte Größe“. Das ändere sich, wenn man die Familiengeschichten studiere. „Stolpern mit dem Kopf und mit dem Herzen“, so bezeichnet Demnig seine Kunst. „Anständig anstößig“ seien die Stolpersteine, sagte Pfarrer Klaus Honermann. Das Erinnern müsse Konsequenzen für die Gegenwart haben, so eine Schülerin und forderte mehr Zivilcourage. Der häufig geäußerten Kritik, dass man bei den Stolpersteinen auf den Namen der Ermordeten herumtrampele, entgegnete Demnig, dass durch das „Drüberlaufen“ das Messing und damit die Erinnerung glatt poliert würden.   In Fußgängerzonen großer Städte funktioniere das gut, in Schermbeck an der Georgrstraße müsse man vielleicht ab und zu von Hand nachhelfen. „Und wenn Sie Passanten beobachten, die sich die Stolpersteine ansehen, werden Sie merken, dass man sich dabei automatisch vor den Opfern verneigt.“  

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