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Goldhändler wird verurteilt - und kommt trotzdem frei

400.000 Euro Steuern hinterzogen

Aufatmen bei einem Goldhändler aus Dorsten: Der 37-jährige Familienvater wurde zwar am Dienstag vom Essener Landgericht wegen Steuerhinterziehung zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Nach sechs Monaten Untersuchungshaft ließen die Richter den Angeklagten aber vorerst wieder nach Hause.

DORSTEN/ESSEN

von Von Martin von Braunschweig

, 17.05.2011

Mit einem Seufzer der Erleichterung quittierte der 37-Jährige die Entscheidung der Strafkammer. Endlich kann er sich wieder um seine beiden Kinder kümmern, die er nun schon seit einem halben Jahr nicht gesehen hat. „Ich wollte nicht, dass sie mich im Gefängnis besuchen kommen“, sagte der Dorstener. „Ich wollte meine Vorbildfunktion nicht verlieren.“ Dennoch wird sich der Angeklagte irgendwann auch vom Nachwuchs unangenehme Fragen gefallen lassen müssen. Denn seit gestern ist klar: Der Mann ist ein dreister Steuerhinterzieher, der sich mit ebenso einfachen wie einträglichen Buchhaltungstricks das eigene Konto vollgemacht hat. Bei einer Buchprüfung stieß die Steuerfahndung im vergangenen Jahr auf eine Reihe von Gutschriften, denen keine reale Gegenleistung zugrunde lag. Die Papiere hatte sich der 37-Jährige von einem befreundeten Geschäftspartner besorgt. Mit ihrer Hilfe hatte er es geschafft, die für sein Unternehmen anfallende Umsatzsteuer um mehr als 300 000 Euro zu reduzieren. Weitere 100 000 Euro hinterzog der Dorstener schließlich bei der Einkommenssteuer. Nicht selbst ausgedacht In seinem Geständnis betonte der Angeklagte gestern aber gleich mehrfach, die Betrugsmasche habe er sich nicht selbst ausgedacht. Sie sei ihm vielmehr von den Geschäftspartnern angedient worden. Und tatsächlich: Derzeit läuft am Landgericht Bochum ein Prozess, in dem es um einen völlig gleich gelagerten Fall geht. Auch dieser Angeklagte verdiente sein Geld mit dem An- und Verkauf von Goldketten und Eheringen. Der Dorstener will mit kriminellen Machenschaften jetzt aber endgültig abgeschlossen haben. Der Mann ist trotz seines jungen Alters schwer herzkrank. In der nächsten Woche soll ihm ein spezieller Schrittmacher eingesetzt werden. „Langfristig hoffe ich sogar auf eine Transplantation“, sagte der Angeklagte den Richtern.  Martin von Braunschweig Mit einem Seufzer der Erleichterung quittierte der 37-Jährige die Entscheidung der Strafkammer. Endlich kann er sich wieder um seine beiden Kinder kümmern, die er nun schon seit einem halben Jahr nicht gesehen hat. „Ich wollte nicht, dass sie mich im Gefängnis besuchen kommen“, sagte der Dorstener. „Ich wollte meine Vorbildfunktion nicht verlieren.“ Dennoch wird sich der Angeklagte irgendwann auch vom Nachwuchs unangenehme Fragen gefallen lassen müssen. Denn seit gestern ist klar: Der Mann ist ein dreister Steuerhinterzieher, der sich mit ebenso einfachen wie einträglichen Buchhaltungstricks das eigene Konto vollgemacht hat. Bei einer Buchprüfung stieß die Steuerfahndung im vergangenen Jahr auf eine Reihe von Gutschriften, denen keine reale Gegenleistung zugrunde lag. Die Papiere hatte sich der 37-Jährige von einem befreundeten Geschäftspartner besorgt. Mit ihrer Hilfe hatte er es geschafft, die für sein Unternehmen anfallende Umsatzsteuer um mehr als 300 000 Euro zu reduzieren. Weitere 100 000 Euro hinterzog der Dorstener schließlich bei der Einkommenssteuer. Nicht selbst ausgedacht In seinem Geständnis betonte der Angeklagte gestern aber gleich mehrfach, die Betrugsmasche habe er sich nicht selbst ausgedacht. Sie sei ihm vielmehr von den Geschäftspartnern angedient worden. Und tatsächlich: Derzeit läuft am Landgericht Bochum ein Prozess, in dem es um einen völlig gleich gelagerten Fall geht. Auch dieser Angeklagte verdiente sein Geld mit dem An- und Verkauf von Goldketten und Eheringen. Der Dorstener will mit kriminellen Machenschaften jetzt aber endgültig abgeschlossen haben. Der Mann ist trotz seines jungen Alters schwer herzkrank. In der nächsten Woche soll ihm ein spezieller Schrittmacher eingesetzt werden. „Langfristig hoffe ich sogar auf eine Transplantation“, sagte der Angeklagte den Richtern.  Martin von BraunschweigMit einem Seufzer der Erleichterung quittierte der 37-Jährige die Entscheidung der Strafkammer. Endlich kann er sich wieder um seine beiden Kinder kümmern, die er nun schon seit einem halben Jahr nicht gesehen hat. „Ich wollte nicht, dass sie mich im Gefängnis besuchen kommen“, sagte der Dorstener. „Ich wollte meine Vorbildfunktion nicht verlieren.“ Dennoch wird sich der Angeklagte irgendwann auch vom Nachwuchs unangenehme Fragen gefallen lassen müssen. Denn seit Dienstag ist klar: Der Mann ist ein dreister Steuerhinterzieher, der sich mit ebenso einfachen wie einträglichen Buchhaltungstricks das eigene Konto vollgemacht hat.Gutschriften ohne Gegenleistung Bei einer Buchprüfung stieß die Steuerfahndung im vergangenen Jahr auf eine Reihe von Gutschriften, denen keine reale Gegenleistung zugrunde lag. Die Papiere hatte sich der 37-Jährige von einem befreundeten Geschäftspartner besorgt. Mit ihrer Hilfe hatte er es geschafft, die für sein Unternehmen anfallende Umsatzsteuer um mehr als 300.000 Euro zu reduzieren. Weitere 100.000 Euro hinterzog der Dorstener schließlich bei der Einkommenssteuer.Betrugsmasche nicht selbst ausgedacht In seinem Geständnis betonte der Angeklagte gestern aber gleich mehrfach, die Betrugsmasche habe er sich nicht selbst ausgedacht. Sie sei ihm vielmehr von den Geschäftspartnern angedient worden. Und tatsächlich: Derzeit läuft am Landgericht Bochum ein Prozess, in dem es um einen völlig gleich gelagerten Fall geht. Auch dieser Angeklagte verdiente sein Geld mit dem An- und Verkauf von Goldketten und Eheringen. Der Dorstener will mit kriminellen Machenschaften jetzt aber endgültig abgeschlossen haben.Verurteilter hofft auf Herz-Transplantation Der Mann ist trotz seines jungen Alters schwer herzkrank. In der nächsten Woche soll ihm ein spezieller Schrittmacher eingesetzt werden. „Langfristig hoffe ich sogar auf eine Transplantation“, sagte der Angeklagte den Richtern. 

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