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Gesamtschüler gingen bei „Jugend forscht“ leer aus

Jugend forscht

Bei den „Jugend forscht“-Wettbewerben kamen die Schermbecker Gesamtschüler in den letzten Jahren stets mit Preisen nach Hause. In diesem Jahr nicht. Woran könnte das liegen?

Schermbeck

, 15.03.2019 / Lesedauer: 3 min
Gesamtschüler gingen bei „Jugend forscht“ leer aus

Henning Kloer und Jonas Weltjen haben mit Alexander Cluse für "Jugend forscht" eine Diebstahlsicherung für Fahrräder entwickelt. © Berthold Fehmer

So ganz beantworten konnten das Bianca Sadowski und Pascal Gohr, die beiden Lehrer, die die jungen Forscher der Schule betreuen, selber nicht. „Wir hatten in diesem Jahr mehrere gute Projekte“, sagt Sadowski. „Vielleicht ist die Konkurrenz größer geworden.“ Eine Begründung habe man von der Jury nicht erhalten, sagt Gohr. Er hofft, dass die Schüler aus dem etwas enttäuschenden Abschneiden zusätzliche Motivation ziehen können.

Wer am Freitag bei der Präsentation der 14 Projekte die Stände anschaute, sah viele innovative Ideen, die die 35 Schüler der Jahrgänge neun und zehn ausgeheckt hatten. Henning Kloer, Jonas Weltjen und Alexander Cluse haben beispielsweise eine Alarmanlage fürs Fahrrad entwickelt. Ein dünner Faden, per Heftklammer am Rad befestigt, löst bei Bewegung einen lauten Piepser aus.

Das sei ein Prototyp, so die Schüler, die ihre Erfindung im nächsten Jahr vielleicht besser verstecken wollen. Vielleicht in der Fahrradlampe, vielleicht im Sattel. Auch das Einbinden des Tachos könnte möglich sein. Mit einem GPS-Sensor und Handy-Apps, die ein gestohlenes Fahrrad orten könnten, will man sich ebenfalls beschäftigen.

Gesamtschüler gingen bei „Jugend forscht“ leer aus

Erik Grasedieck, Lion Meissner und Joshua Coners haben ein Boxensystem in ein Karroserieteil eingebaut, um E-Autos bei niedrigen Geschwindigkeiten zu einem Ton zu verhelfen, den Blinde wahrnehmen können. © Berthold Fehmer

Joshua Coners, Lion Meissner und Erik Grasedieck haben sich mit dem Problem beschäftigt, dass E-Autos bei geringen Geschwindigkeiten (bis 30 km/h) für Fußgänger und vor allem Blinde kaum hörbar sind und damit gefährlich sein können. Anbauten am Auto, die Trillerpfeifen oder Flöten ähneln, seien die erste Idee gewesen, sagt Joshua. „Aber der Ton ist zu penetrant, zu schrill.“

Stattdessen bauten sie ein Boxensystem in ein Karosserieteil ein. Dem Geräusch, das an ein futurisches Flugzeug erinnert, soll der Fußgänger sogar entnehmen können, ob das Auto bremst oder beschleunigt. Selbst in einem E-Auto gesessen, gibt Joshua zu, habe bislang aber weder er noch einer seiner Mitstreiter.

Gesamtschüler gingen bei „Jugend forscht“ leer aus

Alina Schüring hilft die mit Jana Döing entwickelte Handcreme. © Berthold Fehmer

Die im Winter immer rauen Hände von Alina Schüring nahmen sie und Jana Döing zum Anlass, zu Handcremes zu forschen. Ihre Mischung aus Sheabutter, Bienenwachs, Kakaobutter, Mandelöl und Duftstoff hat zwar keinen Preis beim Wettbewerb eingebracht, hilft Alina Schürings Händen aber besser als vergleichbare Cremes aus dem Supermarkt.

Gesamtschüler gingen bei „Jugend forscht“ leer aus

Um den Plastikverbrauch zu senken, entwickelten diese Schüler Brillengestelle aus Bambus. © Berthold Fehmer

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