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Gastfreundliche Gahlener zeigten die schönsten Seiten des Lippedorfes

Besuch aus Olfen

GAHLEN Einmal jährlich starten die Olfener Heimatfreunde zu einem mehrtägigen Ausflug. Um die jeweils ausgesuchte Region besser kennen zu lernen, bitten sie die dort ansässigen Heimatvereine um Unterstützung. Bei der Auswahl des diesjährigen Fahrtzieles Gahlen haben die Olfener ein besonders glückliches Händchen bewiesen.

von Von Helmut Scheffler

, 25.05.2009
Gastfreundliche Gahlener zeigten die schönsten Seiten des Lippedorfes

<p>Mitglieder des Olfener Heimatvereins wurden vom Gahlener Heimatverein betreut. Auf dem Programm stand auch ein Besuch der Erler Eiche, deren Bedeutung der Erler Karl-Josef Behler (vorne r.) erläuterte. RN-Foto Scheffler</p>

Bei dem von Jürgen Höchst geleiteten Heimatverein Gahlen fanden die 21 Radler äußerst offene Ohren. Gleich mehrere Vorstandsmitglieder arbeiteten für die Gäste ein zweitägiges Programm aus, das den Besuchern einen guten Überblick über die niederrheinisch-westfälische Grenzregion vermittelte.

Fahrradtour über 45 Kilometer

Am Freitag übernahmen Herbert Gülker und Rainer Zeppen die Betreuung der Gäste. Eine 45 Kilometer lange Fahrradtour stand auf dem Programm. Durch den Dämmerwald führte die Tour am Jakobsbrunnen vorbei nach Erle. An der Femeeiche wurden die Besucher von Karl-Josef Behler begrüßt. Als Vorstandsmitglied des Heimatvereins Erle berichtete er über die Geschichte des Ortes, dessen erste gesicherte Erwähnung in der Mitte des 12. Jahrhunderts erfolgte. Die etwa 1300 bis 1500 Jahre alte Eiche gehört zu den ältesten Bäumen Deutschlands.

Nach der Fahrt zum Raesfelder Schloss und dem Mittagessen in der Dammer Gaststätte "Zum Fuchsbau" führten Gülker und Zeppen die Radler über Drevenack an der Hünxer Schleuse und dem Gartroper Schloss vorbei zum Gahlener Kneipp-Tretbecken zurück, wo die Füße gekühlt werden konnten, bevor man zum Grillen auf den Kampers Hof (Ruloff) im Gahlener Bruch fuhr.

Die Rundfahrt am Samstag war sogar 55 Kilometer lang. HV-Vorsitzender Jürgen Höchst und der Bestener Antonius Jansen begleiteten die Radler an der Mülldeponie vorbei durch den Gartroper Busch zur Rotbach-Route.

Ortsgeschichte kennengelernt

In Götterswickerhamm wurde eine Mittagspause eingelegt. Zurück ging es über Bruckhausen und Gartrop zum Kaffeestübchen Haferkamp im Gahlener Aap. Am späten Nachmittag erläuterte Hans Heckermann den Besuchern die Ortsgeschichte, wobei er sich in besonderer Weise mit dem Umfeld des Mühlenteiches befasste.

Der ehemalige Küster Gerhard Becks übernahm die Führung durch die Gahlener Dorfkirche, deren Gründung im achten oder neunten Jahrhundert erfolgte. Beachtliche Reste einer einschiffigen Kirche mit Westturm aus dem späten zwölften Jahrhundert sind in dem heutigen Kirchenbau noch erhalten.

Zum Abschied gab es für die Gäste ein Exemplar der umfangreichen Festschrift, kleine Flaschen mit "Göhlzen Flöiter" und Kopien des vom Heimatdichter Paul Heckermann bereits vor dem Zweiten Weltkrieg verfassten Gahlener Heimatliedes, das die Besucher beim Abschied, unter dem Maikranz stehend, gemeinsam sangen.