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Flugtag lockte über 6000 Zuschauer an

LSV Dorsten

Ein voller Erfolg war einmal mehr der Flugtag des LSV Dorsten. Am Samstag und Sonntag fanden sich 6000 Besucher ein, um die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten zu beobachten.

DORSTEN

von Von Klaus Rosenkranz

, 01.09.2013

Zwei waren völlig verwirrt. Die Ente, die sich im Ostteil des Dorstener Flugplatzes ein lauschiges Plätzchen gesucht hatte, und der Mäusebussard, der über dem Platz kreiste, wussten nicht, was sie davon halten sollten. Rund 60 motorisierte „Artgenossen“ der beiden trafen sich zum Flugtag des LSV Dorsten. Und dabei stellen nicht nur die Piloten eine ganze Menge auf den Kopf.

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Flugtag des LSV

Über 6000 Besucher kamen am Wochenende zum Flugtag des LSV Dorsten, um waghalsige Manöver zu beobachten und die Flugzeuge in Augenschein zu nehmen.
01.09.2013
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Sky-Diving - eine von vielen Shows bei den Dorstener Flugtagen.© Foto: Ralf Pieper
Bedrohlich hingen am Samstag dunkle Regenwolken über dem Flugfeld.© Foto: Ralf Pieper
"Der Kleine sieht genauso aus wie der Papa."© Foto: Ralf Pieper
Wunderwerke ehemaliger Flugzeugbaukunst.© Foto: Ralf Pieper
Die Dorstener Flugtage - eine Show für jung und alt.© Foto: Ralf Pieper
In der Luft zeigten sie atemberaubende Kunststücke, Am Boden präsentierten sie sich stolz dem Publikum.© Foto: Ralf Pieper
Die Show startet.© Foto: Ralf Pieper
Die Modellflieger haben ihren festen Platz und ihre Fangemeinde bei den Dorstener Flugtagen.© Foto: Ralf Pieper
© Foto: Ralf Pieper
© Foto: Ralf Pieper
Manche Zuschauer haben vielleicht Genickschmerzen nach den vielen Flugschows hoch am Himmel.© Foto: Ralf Pieper
© Foto: Ralf Pieper
Schlagworte Dorsten

Da war zum Beispiel Melanie, die ihren Jens zum Platz begleitete, als der – wagemutig - den Fallschirm-Tandem-Sprung aus 4000 Metern Höhe absolvieren wollte. Kaum war er aus der Maschine heraus und hing mit flatternden Hosen und noch mehr flatterndem Herzen vor dem Bauch seines Partners, da schlug sein Herz noch ein paar Takte schneller, denn Melanie hatte am Boden ein Transparent entrollt: WILLST DU MICH HEIRATEN? Bei der problemlosen Landung war Jens verlobt.

Weitere Familien-technischen Planungen des fliegenden Wochenendes sind nicht überliefert. Was aber Vater und Sohn in Co-Produktion leisten können, demonstrierten Ralf und Nico Liebergall. Vater Ralf saß am Knüppel einer Sia Marchetti, einem Schulungsflugzeug in den Farben der iranischen Luftwaffe. Alles, was Kunstflug-technisch am Himmel möglich ist, zeigte der Pilot. Und am Boden stand Sohn Nico und steuerte von dort die Modellvariante der Marchetti, die quasi den alternativen Synchronflug neben Papas Großausgabe absolvierte. Bürgermeister Lambert Lütkenhorst werden immer wieder Knüppel zwischen die Beine geworfen. Seit Sonntag ist er um einen Knüppel reicher, über den er sich gefreut hat, nämlich den Steuerknüppel eines Segelflug-Kapitäns h.c., den der LSV nun regelmäßig an Freude und Förderer des Fliegens verleiht. Dass die Veranstaltung angesichts von Literpreisen von 2,70 Euro das Flugzeugbenzin überhaupt bei einem Mini-Eintrittspreis von 7,50 Euro über die Bühne gehen kann, dafür sind viele helfende Hände nötig. Und auch Christina Salamon, Witwe des langjährigen Vorsitzenden und Förderers Jürgen Salamon, packte mit an und machte in der Pommes-Bude jede verkaufte Wurst mit gewinnendem Lächeln zum finanziellen Gewinn für den Verein.

Rund 6000 Menschen machten den Segelflugplatz am Wochenende wieder einmal zu einem Bürgertreffpunkt der anderen Art. Und sie kamen nicht aus dem Staunen heraus. Beispielsweise über das älteste Flugzeug, eine Tiger Moth aus dem Jahr 1941. Als die gebaut wurde, war Berni Honsel aus Borken schon 18 Jahre alt. Am Wochenende war er mit seinen 90 Jahren der älteste aktive Pilot über der Lippestadt. Höhepunkte auch auf vier Rändern: Ralf Elsner aus Borken beispielsweise war mit seinem Triumph TR 6 gekommen, einem Traum in Chrom und Leder. Keine Angst, damit im normalen Straßenverkehr unterwegs zu sein? „Ach was, die herrliche Optik des Autos siegt.“

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