Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Elternwille beendet G8 am Gymnasium Petrinum

Schulversuch

Der zweigleisige Modellversuch G8-/G9 am Petrinum läuft im Sommer 2012 vorzeitig aus, weil der Elternwille überraschend eine neue Richtung diktiert - das Gymnasium wird künftig ausschließlich G9-Schüler aufnehmen.

DORSTEN

von Von Klaus-Dieter Krause

, 19.03.2012
Elternwille beendet G8 am Gymnasium Petrinum

Wolfgang Gorniak, Schulleiter Gymnasium Petrinum Dorsten.

„Wir hatten Ende Februar für das neue Schuljahr erneut mit 132 Anmeldungen erfreulich großen Zuspruch“, erklärt Schulleiter Wolfgang Gorniak, „die eigentliche Überraschung jedoch ist, dass 120 Schüler für G9 und bloß 12 Schüler für die G8-Klassen angemeldet wurden.“Ursprünglich hatte das Ministerium eher eine entgegengesetzte Tendenz erwartet. Denn als 2011 der Schulversuch startete, der zunächst innerhalb des Lehrerkollegiums nicht unumstritten war, gab die Bezirksregierung dem Petrinum als Auflage auf den Weg, dass jedes Jahr bis 2017 mindestens zwei Klassen der beiden Varianten gebildet werden mussten.

Ein „Durchhänger“ ist erlaubt, sollte die „Zwei-zu-Zwei-Lösung jedoch mehrmals nicht durchzuhalten sein, wäre die komplette Schule wieder auf das Abitur in nur acht Jahren ausgerichtet worden. Nun geschieht genau das Gegenteil. Denn wie bereits in neun anderen Gymnasien in Nordrhein-Westfalen, werden alle Petrinum-Eingangsklassen ab dem 22. August 2012 nun in den Genuss des entschleunigten Unterrichts mit dem auf neun Jahre verteilten Lehrstoff bis zum Abitur kommen. „Diese Lösung ist bereits mit dem Ministerium abgestimmt“, teilt Gorniak mit. Einzige Auflage sei gewesen, dass die Stadtspitze als Schulträger sowie die Lehrer- und die Schulkonferenz einwilligen. „Das ist in geheimer Abstimmung mit deutlicher Mehrheit geschehen“, so Gorniak, „in der Schulkonferenz sogar mit 17 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung.“

Und die Sorge, die G9-Form könne zum Sammelbecken für schwächere Schüler werden, ist nachhaltig widerlegt: „Gerade auch Eltern von Kindern mit den besten Grundschul-Noten haben sich für G9 entschieden.“

Lesen Sie jetzt