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Beim Essen ruhig sitzen

Schermbeck Von den 52 ehemaligen Mitarbeiterinnen der Kindertagesstätte Sankt Ludgerus, die anlässlich der 40-Jahr-Feier zu einem Treffen eingeladen worden waren, kamen am Vorabend des Fronleichnamstages 25 zu einem geselligen Beisammensein in die Räume der Kita am Heggenkamp.

08.06.2007

Leiterin Ursula Heinemann wusste den ehemaligen Leiterinnen und Erzieherinnen viele neue Entwicklungen in der Kindertagesstätte vorzustellen. Danach blieb viel Zeit für Erinnerungen an die 40-jährige Geschichte der Kita, die am 18. Juni 1967 vom damaligen Ludgerus-Pastor Anton Benning im Beisein des Architekten Manfred Ludes, des Dechanten Lackmann und des Bürgermeisters Ernst Grüter eingeweiht wurde. Foto-Ausstellung An mehreren Stellwänden wurden unter dem Leitthema «40 Jahren auf der Spur» Bilder in Zehn-Jahres-Schritten gezeigt. Die ausgestellten Fotos erinnerten an Sommerfeste, Karnevalsfeiern Übernachtungen und Entlassfeiern. Aufnahmen von der eigentlichen Gruppenarbeit waren damals nicht üblich. Eine Arbeitsmappe aus der Anfangszeit des Kindergartens stellte Heike Timmermann (-Mast) als Leihgabe für die Ausstellung zur Verfügung. Sie enthielt einen gemalten Ausweis, Bilder zu Büchern, die in der Gruppe gelesen wurden, ein Bild von der Erntedankfeier und Blätterdrucke. Eine Schulmappe für Vorschulkinder aus dem Jahre 1973 steuerte Ingrid Lankes bei. Neben dem Ausmalen von Bildern stand die Förderung des logischen Denkens im Vordergrund. Ingrid Lankes wurde damals «Opfer» des bundesweiten Mengenlehre-Rausches. Mehrere Fotoalben ließen bei den Betrachtern das Bild eines lebendigen Kindergartens Revue passieren. Prunkstück der Ausstellung war Bernd Beckers Bild vom Bischofsbesuch in Schermbeck, das er 1967 anlässlich der Kindergarteneröffnung überreichte. Freies Spiel «Die Kinder waren ruhig und ausgeglichen», stellte Irmgard Hellenkamp in der Rückschau auf ihre Arbeit als Erzieherin in den 70er-Jahren fest. Wenn sie mit ihrer Kollegin etwas in Ruhe vor der Tür besprechen wollte, konnte sie getrost 30 Knirpse im Raum allein lassen. Mit freiem Spiel begann die morgendliche Gruppenstunde. «Lego» und «Constri» waren vor drei Jahrzehnten «in». Zwischen 9.30 und 10 Uhr wurde in den Gruppen gefrühstückt. Was heutzutage eher wie ein verwerflicher Drill gewertet wird, war damals selbstverständlich: Vor dem Essen wurden die Finger gewaschen, beim Essen mussten die Kinder ruhig sitzen, und Aufstehen durften sie erst, wenn auch der Nachbar fertig war. Bei schönem Wetter ging es anschließend aufs Freigelände, um zu spielen. H.Sch.

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