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82-jährige Dorstenerin erhielt Anruf von einem falschen Polizeibeamten

Betrugsmasche

In mehreren Städten im Kreis Recklinghausen und in Bottrop haben wieder falsche Polizeibeamte angerufen. In Dorsten ist eine 82-jährige Frau beinahe auf die Betrugsmasche hereingefallen.

Dorsten

11.01.2019 / Lesedauer: 2 min

Die Dorstener Seniorin bekam an einem Nachmittag den Anruf. Der Mann am Telefon gab sich als Polizeibeamter aus. Die 82-Jährige glaubte dem Anrufer und vereinbarte einen Übergabetermin für ihre Wertsachen. Gegen 23 Uhr klingelte dann tatsächlich eine unbekannte Frau - mit Zivilwagen - an der Haustür der 82-Jährigen.

Dorstenerin gab eine Personenbeschreibung ab

Die Seniorin öffnete und fragte dann die Frau nach ihrem Polizeiausweis. Die „falsche Polizisten“ ging daraufhin zurück zu dem Auto - und fuhr weg. Sie wird wie folgt beschrieben: etwa 20 Jahre alt, ca. 1,60 Meter groß, zierlich gebaut, lange Haare.

Auffällig war diesmal, dass viele Anrufe erst abends oder sogar nachts eingingen. Nach wie vor werden hauptsächliche ältere Menschen angerufen. Die Masche ist fast immer die gleiche: Der Anrufer gibt sich als Polizeibeamter aus und berichtet dann, dass in der Nachbarschaft Einbrecher festgenommen worden wären. Außerdem existiere eine Liste mit Namen, die auf potenzielle Einbruchsopfer hinweisen würde - und genau dieser Angerufene stehe auf der Liste.

Damit machen die falschen Polizeibeamten den betroffenen Menschen Angst und versuchen dann, sie nach ihren Besitztümern und ihrem Vermögen auszufragen.

Die Polizei gibt folgende Tipps:

  • Falls im Telefondisplay die Rufnummer der Polizei (110) – gegebenfalls sogar mit lokaler Vorwahl – erscheint, dann handelt es sich nicht um einen Anruf der Polizei. Bei einem Anruf der Polizei erscheint nie die Rufnummer 110 im Display.
  • Gibt sich der Anrufer als Polizeibeamter aus, lassen Sie sich den Namen nennen und wählen Sie selbst die 110. Schildern Sie der Polizei den Sachverhalt.
  • Geben Sie unbekannten Personen niemals Auskünfte über Ihre Vermögensverhältnisse oder andere sensible Daten.
  • Öffnen Sie unbekannten Personen niemals die Tür oder ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu.
  • Übergeben Sie unbekannten Personen niemals Geld oder Wertsachen – auch nicht an Boten oder an angebliche Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern der Polizei, Staatsanwaltschaften, Gerichten oder Geldinstituten.
  • Wenn Sie Opfer eines solchen Anrufes geworden sind, wenden Sie sich sofort an die Polizei.
  • Erfahrungsgemäß nutzen die Täter Telefonbucheinträge (auch im Internet) für ihre Suche nach Opfern. Überlegen Sie daher, ob ein Eintrag im Telefonbuch sinnvoll und nötig ist und lassen Sie Ihre Nummer gegebenenfalls sogar löschen.
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