Doch nicht freiwillig: Zehner der Gesamtschule müssen wieder zur Schule

dzCoronavirus

Die JCS-Gesamtschule arbeitet gerade mit Hochdruck an Plänen für den Unterrichtsbetrieb, der am 23. April wieder losgeht. Das Problem: Sie muss das im Moment noch auf „unsicheren Grundlagen“ tun.

Nordkirchen

, 17.04.2020, 20:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Alles, so sagt es Ulrich Vomhof am Freitagmittag, steht im Moment noch auf einer eher „unsicheren Grundlage“. Den Leiter der Gesamtschule in Nordkirchen und sein Team hat das Fehlen von konkreten Informationen vom Ministerium allerdings nicht daran gehindert, dennoch schon mal mit der Organisation des Schulbetriebs für die kommende Woche zu beginnen - zu planen gibt es nämlich natürlich so einiges.

Wie berichtet wird die Gesamtschule ab dem 23. April erstmal nach der coronabedingten Schließung für einen Teil der Schüler wieder öffnen. Und zwar für die Abschlussklassen - also den zehnten und den dreizehnten Jahrgang der Gesamtschule. Der Unterricht für die Schüler wird anders aussehen als gewohnt - und er wird auch nicht für alle verpflichtend sein: Die Abiturienten müssen nicht in die Schule kommen. Die Zehner allerdings schon, wie Ulrich Vomhof im Gespräch mit der Redaktion klarstellte.

Aller Unterricht wird im Altbau stattfinden

Auch das ein Beispiel dafür, dass Informationen gerade noch fehlen und sich vieles schnell ändert: Am Donnerstag war man noch davon ausgegangen, dass auch das Angebot für die Zehner freiwillig ist. In einem Brief, der am späten Donnerstagabend vom Ministerium an die Schulen ging, stand es dann aber anders.

So oder so, sagt er, gelte aber weiterhin, dass Eltern, die zur Risikogruppe gehören oder die sich Sorgen machen, ob in der Schule zum Beispiel tatsächlich immer der Mindestabstand eingehalten werden kann, ihre Kinder auch zu Hause lassen können, wenn ihnen das Risiko zu hoch ist.

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Dass aber alle Regeln eingehalten werden können, daran arbeitet die Schule gerade. So steht zum Beispiel schon fest, dass der Unterricht der Abschlussklassen in den nächsten zwei Wochen nur im Altbau der Schule stattfinden wird. „Im Neubau sind die Räume einfach zu klein, um den Abstand einzuhalten“, sagt Vomhof. Wenn danach sukzessive wieder mehr und mehr Schüler in die Schule kommen, wird es dann auch schwieriger und schwieriger, ihnen genug Platz zu bieten. „Aber wir organisieren jetzt auf der Grundlage von dem, was wir schon wissen, jetzt erst mal die nächsten zwei Wochen. Dann schauen wir weiter“, so Ulrich Vomhof.

In jedem Klassenraum ein Waschbecken

Auf jeden Fall hat jeder Klassenraum der Gesamtschule ein Waschbecken und die Gemeinde stellt auch in jedem Raum Seife und Einmalhandtücher zur Verfügung. Auch auf den Toiletten gibt es die, außerdem steht jetzt schon fest, dass die Räume in den nächsten zwei Wochen täglich (nicht wie im normalen Schulbetrieb alle zwei Wochen) gereinigt werden.

Die Schulbusse werden jeden Tag fahren, erklärt Ulrich Vomhof außerdem weiter. „Wie viele den Bus wirklich benutzen oder vielleicht lieber mit dem Fahrrad zur Schule kommen, kann ich natürlich noch nicht sagen. Vieles müsse sich im laufenden Betrieb dann auch einfach noch einspielen.

Auch, wie genau die Personalplanung in den nächsten beiden Wochen aussehen kann, steht noch nicht auf sicheren Beinen. Zum Beispiel gebe es an der Gesamtschule viele Lehrer, de Mathe, Englisch oder Deutsch unterrichten und über 60 sind. Ob die per Definition zur Risikogruppe gehören und nicht einsetzbar sind? Auch diese Info fehlt dem Schulleiter am Freitagmittag noch. In der nächsten Woche, so hofft er, gibt es dann mehr sichere und konkrete Infos.

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