Distanzlernen, Hygiene-Standards, Abstandsregeln: Abiklausuren beginnen

Coronavirus

Ohne Abschlussball, aber mit Hygiene-Abstand: Zehntausende Abiturienten stehen in NRW vor einem Abschluss unter besonderen Corona-Bedngungen. Experten warnen vor der hohen Belastung der Schüler in der Ausnahmesituation.

Düsseldorf

12.05.2020, 05:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Abitur wird in diesem Jahr eine echte Prüfung. Nicht nur in fachlicher Hinsicht. Auch bei Organisation und Ablauf der schriftlichen und mündlichen Prüfungen darf es in Corona-Zeiten möglichst keine Fehler geben.

Das Abitur wird in diesem Jahr eine echte Prüfung. Nicht nur in fachlicher Hinsicht. Auch bei Organisation und Ablauf der schriftlichen und mündlichen Prüfungen darf es in Corona-Zeiten möglichst keine Fehler geben. © picture alliance/dpa

Für die Abiturienten in Nordrhein-Westfalen beginnen am Dienstag die Abschlussprüfungen unter Corona-Schutzmaßnahmen. Bis zum 25. Mai werden die knapp 90 000 Schülerinnen und Schüler ihre Abiklausuren schreiben, dann folgen die mündlichen Prüfungen. Danach stehen - wenn nötig - die Nachschreibetermine an. Wegen der Pandemie waren die Prüfungen nach hinten verlegt worden.

Nach den Schulschließungen zur Eindämmung des Virus in NRW gehörten die Schüler der Abschlussklassen von Gymnasien und Gesamtschulen zu den ersten, die zum tageweisen Unterricht an die Schulen zurückkehren konnten.

Besonderes Auge auf die Handhygiene

Für die Prüflinge im bevölkerungsreichsten Bundesland gelten für die anstehenden Klausuren dieselben Hygiene-Standards wie für jüngere Schüler und das Lehrpersonal: Die Tische sollen in ausreichend großem Abstand zueinander stehen, Laufwege werden entsprechend markiert, auf Handhygiene soll besonders geachtet werden.

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Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatte auf die besondere Belastung der Abschlussjahrgänge hingewiesen. Von gleichen Prüfungsvoraussetzungen könne nicht die Rede sein, hieß es. Die Bedingungen beim Distanzlernen seien in den vergangenen Wochen für die Schüler sehr unterschiedlich gewesen. Hinzu komme der enorme psychische Druck angesichts der Pandemie.

Noteneinbruch?

Dem Philologen-Verband NRW zufolge wollen die meisten Schüler „nach dem ganzen Hin und Her jetzt auf jeden Fall ihre Abi-Klausuren schreiben.“ Die Vorsitzende Sabine Mistler hatte der Deutschen Presse-Agentur gesagt, sie befürchte keinen coronabedingten Noteneinbruch.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) mahnte, in den Schulen auch die Reinigungskräfte in den Blick zu nehmen. „Sie müssen ebenfalls ausreichend geschützt und bei allen geplanten Maßnahmen in den Schulen berücksichtigt werden“, erklärte die Vorsitzende des DGB-Stadtverbandes Düsseldorf, Sigrid Wolf.

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dpa

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