Digitaler Unfallatlas zeigt die gefährlichsten Straßen in NRW – bis vor Ihre Haustür

Interaktive Karte

Auf welchen Straßen in NRW hat es besonders häufig gekracht? Wo sind für Radfahrer die gefährlichsten Ecken? Solche und andere Fragen beantwortet der digitale Unfallatlas nun auch für NRW.

28.07.2020, 14:08 Uhr / Lesedauer: 1 min
Welche Straßen sind besonders gefährlich? Darüber gibt der digitale Unfallatlas Auskunft.

Welche Straßen sind besonders gefährlich? Darüber gibt der digitale Unfallatlas Auskunft. © picture alliance/dpa

Ein digitaler Atlas weist erstmals besonders unfallträchtige Straßenabschnitte und Kreuzungen in Nordrhein-Westfalen aus. Wie das Statistische Landesamt IT.NRW am Dienstag mitteilte, konnten die Verkehrsunfalldaten von 2019 zum ersten Mal in die interaktive Deutschlandkarte der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder eingespeist werden.

Auf dem Computer oder Smartphones können Nutzer nun mit wenigen Klicks Unfallschwerpunkte visualisieren - straßenabschnittgenau und aufgeschlüsselt nach beteiligten Verkehrsmitteln.

Der Atlas biete damit einen regional tief gegliederten Überblick über das Unfallgeschehen, hieß es weiter. So haben die Statistiker für das Jahr 2019 beispielsweise in Köln die Kreuzung Aachener Straße/Universitätsstraße oder die Zoobrücke als Unfallschwerpunkte identifiziert.

<<<Hier geht es zum Unfallatlas im Statistikportal.de >>>

Auch der Bereich Kruppstraße/Friedrichstraße in Essen ist demnach besonders unfallträchtig. Die Daten geben auch Aufschluss für Unfallecken je nach beteiligtem Fahrzeug: Für Radfahrer gehörten beispielsweise der Ludgeri-Kreisel in Münster oder der Oberbilker Markt in Düsseldorf zu den besonders gefährlichen Bereichen. Ganz in der Nähe von letzterem Unfallschwerpunkt war erst am Montag ein Radfahrer von einem Lastwagen erfasst worden und tödlich verunglückt.

Insgesamt ist die Zahl der Verkehrsunfälle mit Verletzten in Nordrhein-Westfalen 2019 leicht um 2 Prozent zurückgegangen. Den Angaben des Statistischen Landesamtes zufolge registrierte die Polizei im vergangen Jahr 61 471 Unfälle mit Personenschaden auf den Straßen (2017: 62 734). Die Zahl der Unfälle mit Sachschaden stieg allerdings leicht um rund 18 000 auf 618 136 - mehr als 600 000 mal ging es allerdings um Bagatellschäden.

Besonders häufig krachte es 2019 mit 6090 Unfällen in Köln, 5050 Mal wurden dabei auch Menschen verletzt. Setzt man die Unfallhäufigkeit mit der Einwohnerzahl in Bezug führt die Gemeinde Borgholzhausen die Statistik mit 7 Unfällen je 1000 Einwohner an.

dpa

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