Die Tanzplattform kommt im März ins Ruhrgebiet

Festival

Die Städte Essen und Gelsenkirchen werden im Frühjahr zu Bühnen. Beide sind zum ersten Mal Gastgeber.

Essen

, 31.01.2018, 18:32 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Tanzplattform kommt im März ins Ruhrgebiet

Probe zu einem Stück von Sasha Waltz © Sebastian Bolesch

Schon seit 1990 bietet das Festival Tanzplattform eine Auswahl an zeitgenössischen Tänzen und Choreografien in ganz Deutschland. In diesem Jahr ist die mehrtägige Veranstaltung vom 14. bis zum 18. März (Mittwoch bis Sonntag) zu bestaunen.

Neu ist, dass erstmals Essen und Gelsenkirchen bespielt werden. Eine Fachjury wählte 13 Produktionen aus. Der Veranstalter schreibt, dass das Programm „einen Resonanzraum für die drängenden Fragen unserer Zeit bildet“. Eine Auswahl:

Die Eröffnung ist am 14. März auf Zeche Zollverein, Halle 12. Um 18 Uhr kommen Gäste aus Politik und Gesellschaft zusammen. Im Anschluss daran können die Besucher eine der drei Abendveranstaltungen sehen: Die „Situation mit Doppelgänger“ von Julian Warner und Oliver Zahn, „The Way You Look (at me) Tonight“ von Claire Cunningham und Jess Curtis oder „Inoah“ von Bruno Beltrão.

Livemusik von DJ Franco Mento

Im Pact Zollverein, dem Festivalzentrum, zeigen die drei Tänzer der Gruppe CocoonDance Company mit „Momentum“, wie sie zu der Live-Musik von DJ Franco Mento tanzen. Los geht‘s am 16. März um 13 Uhr.

In dem Sanaa-Gebäude auf dem Zollverein Gelände können Gäste die als Ausstellung konzipierte Arbeit „Temporary Title, 2015“ von Xavier Le Roy bewundern. Sie beschäftigt sich mit Transformationen. Es gibt noch Karten für den 16. März um 14 Uhr.

Politisches Denken ist erlaubt

Claudia Bosse und das theatercombinat bringen „The Last Ideal Paradise“ in die Kokerei Zollverein. Es geht um politisches Denken und gesellschaftliche Konstellationen. Mit Videos, Objekten und Performances behandelt die Gruppe die Themen Terrorismus, Territorium und Einverleibung. Die Veranstaltung beginnt am 15. März um 14 Uhr.

Sasha Waltz‘ „Kreatur“ erwacht im Aalto-Theater zum Leben. Die Choreografin und 14 Tänzer erzählen von Macht und Ohnmacht, Dominanz und Schwäche, Freiheit und Kontrolle. Gäste schauen sich das Spektakel am 15. März um 20 Uhr an.

Gender und Identität sind die Themen von Valeska Gert

Im Musiktheater im Revier gibt es am 17. März um 18 Uhr die neue Produktion der „Monument“-Reihe zu sehen. Eszter Salamon lädt das Publikum dazu ein, die deutsche Künstlerin Valeska Gert kennenzulernen, die sich mit Themen wie Gender (Geschlechtsfragen) und nationale Identität auseinandergesetzt hat.

Bei der vergangenen Tanzplattform im Jahr 2016 kamen rund 10.500 Besucher.


Karten kosten 9 bis 38 Euro. Infos unter Tel. (0201) 812 22 00 oder hier.
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