Die Heimsucher

Véronique Bizot

Seltsam skurrile Erzählungen besteht Véronique Bizots Erzählungsband "Die Heimsucher". Oft sind ihre Figuren von Depressionen heimgesucht, doch die Geschichten sind nicht deprimierend, im Gegenteil, meist haben sie einen humorvollen, wenn auch makaberen Charme.

16.08.2015, 12:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Heimsucher

Da ist der Mann der seinen Schwiegervater, den er nie zuvor gesehen hat, vom Flughafen abholt. In der Wohnung im Hochhaus angekommen, ist der alte Mann bereits aus dem Fenster zu Tode gestürzt, noch bevor sein Schwiegersohn den schweren Koffer in die Wohnung gebracht hat.

Anschließend macht er sich mit einem Freund und dem Verwandten im Sarg auf die Reise in dessen Heimat, und dort kommt es wieder zu bizarren Begegnungen.

Autorin Bizot hat viele traurige, einsame Gestalten erfunden, die sie mal sarkastisch, mal lakonisch oder auch ironisch beschreibt. So lässt die Schriftstellerin eine Komik der Trostlosigkeit entstehen. Lesenswert.

 

Véronique Bizot: Die Heimsucher, 302 S., Steidl, 22 Euro, ISBN 978-3-86930-942-2.

Lesen Sie jetzt