Die heimliche Erfolgsgeschichte

<p>von Stefan Korte</p> <p>HÜLS. Es ist eine kleine Erfolgsgeschichte, die den meisten Marlern verborgen geblieben ist. Vor sechs Jahren hat die Firma Helmich EDV-Systeme im Trogemann-Eck mit nur drei Mitarbeitern begonnen. Heute ist das Unternehmen 30 Mann stark und bedient Kunden in ganz Deutschland.</p>

von FiggeG

, 30.07.2008, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Worum es bei Helmann geht, ist für Computer-Laien nur schwer zu verstehen. Da fallen Begriffe wie Firewall, Spam-Schutz und WLAN-Absicherung, da geht es um "Try and buy" und Surf-Protection. Hinter all diesen Fachbegriffen verbirgt sich aber eine simple Idee: Dietmar Helmann und sein Team sorgen dafür, dass die Computersysteme von Firmen sicher sind und vor Angriffen geschützt werden. Wer auf seinem heimischen Rechner schon einmal einen Virus hatte, der kann sich vorstellen, was so etwas für ein ganzes Unternehmen bedeuten kann. Um so wichtiger ist die Vorsorge.

"Wir legen großen Wert darauf, nur gezielt geschulte Experten zu unseren Kunden zu schicken", sagt Dietmar Helmann. Bei ihm ginge es in erster Linie um Qualität, nicht um Geld. Ein Konzept, das bisher bestens aufgegangen ist. Egal, ob ein Unternehmen 50 oder 5000 Mitarbeiter hat, Helmann behandelt alle gleich - auch was die Preise angeht. Kein Wunder also, dass sich der Umsatz in den vergangenen Jahren steil nach oben bewegt hat - Tendenz steigend. In 2008 ist der Umsatz bereits um 20 Prozent gestiegen.

Die Mitglieder der Wirtschaftsförderung sind davon begeistert. Gestern besuchten sie im Rahmen ihrer traditionellen Sommertour die Helmann GmbH, um sich ein eigenes Bild von der Situation des Betriebes zu machen. Ein wichtiges Thema im Gespräch mit den Politikern war vor allem die Platzproblematik von Helmann. Seit 2002 sitzen die Mitarbeiter in den Räumen neben den alten Loe-Studios. Was anfangs noch ausreichend gewesen ist, hat sich mittlerweile zu einem echten Problem entwickelt. Das Unternehmen wächst stetig, der Platz ist der gleiche. Doch Bürgermeisterin Uta Heinrich verspricht Besserung. "Wir versuchen, Ihnen bei der Suche nach einem neuen Standort zu helfen", sagt sie. Natürlich ist die Politik daran interessiert, ein solch erfolgreiches Unternehmen in Marl zu halten. Auch Dietmar Helmann wäre das am liebsten, sind er und viele seiner Mitarbeiter doch selbst Marler.

Außerdem ist seine Firma ein wichtiger Platz für angehende Auszubildende des EDV-Sektors. Derzeit lernen hier drei junge Menschen den Beruf des Informatik-Kaufmanns, in den kommenden Monaten werden drei weitere hinzu kommen. Sie alle werden übernommen.

"Uns ist es wichtig, zukünftige Mitarbeiter selbst auszubildenden", sagt Dietmar Helmann. Es sei schwieriger, fertige Informatiker an die Arbeitsabläufe zu gewöhnen, als sie von Grund auf mit dem Betrieb vertraut zu machen. Ebenfalls ein Konzept, aufgeht und zudem anderen nützt.