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Das Leichtgewicht unter den Zukunftsfantasien

"Die Bestimmung 3" im Kino

Ausbruch aus der "Zone". Hinter einer riesigen Mauer liegt die Welt, von der Tris und Gefährten nur Gerüchte kennen. Sie stapfen durch toxisches Terrain, als sich ein Tor auftut. In Gleitern erreichen sie eine Siedlung. Ist dies die ersehnte Freiheit?

17.03.2016 / Lesedauer: 2 min
Das Leichtgewicht unter den Zukunftsfantasien

Zoë Kravitz als Christina (v.l.), Shailene Woodley als Tris, Theo James als Four, Ansel Elgort als Caleb, Maggie Q als Tori und Miles Teller als Peter in einer Szene aus dem Film "Die Bestimmung - Allegiant". Der Film läuft ab Donnerstag in den deutschen Kinos.

Die ersten Filme nach Veronica Roths Romanen erzählten von Kastenwesen und totalitärer Herrschaft im Chicago der Zukunft. In Robert Schwentkes "Die Bestimmung - Allegiant" verlässt Roths Heldin Tris (Shailene Woodley) die abgeriegelte Stadt und hofft auf Antworten. Chicago war ein Experiment, erfährt sie.

Die Reine mit den Top-Genen

Genforscher haben in ganz Chicago Augen und Ohren, sie wollten sehen, wie Tris ihren Weg macht. Sie ist "die Reine" mit den Top-Genen, alle anderen sind "defekt". Bald dämmert es Tris, dass sie vom Regen in die Traufe kam. Wieder steckt sie in einem Zwangssystem, das Menschen kategorisiert, benutzt und wegwirft.

Man hört auch im dritten Teil das Echo von Filmen wie "THX 1138", doch an die großen Dystopien reicht "Die Bestimmung" nicht heran. "Allegiant" bleibt ein Leichtgewicht des Genres, das sich als Seifenoper unter SciFi-Tünche entpuppt.

Kampf um die Liebe

Fotogene Schönlinge bilden wechselnde Allianzen. Tris kämpft um ihre Liebe zu Four (Theo James). Der rebelliert gegen seine Mutter (Naomi Watts, Foto), die in Chicago einen Bürgerkrieg entfesselt. Die Geschichte zerfasert in mechanisch abgespulte Action-Happen (wo die Musik Hektik pumpt), Episoden über Verrat und Intrige, Blabla zum "genetic engineering". Wenig zu sehen von einer zwingenden Vision, umso mehr von diversen Figuren und Randfiguren.

Florian Ballhaus hat die Kamera bedient. Im Verein mit digitalen Kulissen und futuristischen Design-Spielereien sorgt er immerhin für eine reizvolle Optik. Inhaltlich verwaltet der Film bloß den Status Quo, die entscheidenden Wendungen sind auf Teil 4 vertagt.